Ramadan in Burbach

Burbach..  Datteln fürs Fastenbrechen: Im Flüchtlingsheim in Burbach bereiten sich die Betreuer auf den islamischen Fastenmonat Ramadan vor, der in diesem Jahr am Donnerstag (18. Juni) beginnt. „Wir fragen die Bewohner, ob sie fasten wollen und bieten zusätzliche Essensausgaben an“, sagt Sozialbetreuerin Fadid Ahadi. Sie geht davon aus, dass sich ein Großteil der muslimischen Bewohner am Ramadan beteiligen wird. „Das werden dann vermutlich weniger werden. 17 Stunden nichts essen und trinken sind ja lang.“

„Traditionell wird das Fasten nach Sonnenuntergang mit Datteln und einem Glas Wasser gebrochen“, berichtete Ahadi. Deshalb habe der Küchenleiter des vom Ramadan in Flüchtlingsheimen DRK) geführten Heimes eigens Datteln geordert. Danach werde dann das normale Abendessen serviert. „Das Küchenpersonal ist länger im Dienst“, sagt Ahadi. Nachts zwischen 2 bis 3.30 Uhr werde dann das Frühstück von den Sozialbetreuern ausgegeben. „Notfalls werden sie dabei von den Sicherheitsdienst-Mitarbeitern unterstützt. Wir arbeiten gut zusammen“, so die stellvertretende Leiterin Heidi Knapp.

Auch in den anderen Flüchtlingsunterkünften können die Bewohner im Ramadan fasten. „Das wurde in die Qualitätsrichtlinien eingearbeitet“, sagte Udo Schröder-Hörster von den Johannitern, die eine Unterkunft in Rüthen (Kreis Soest) betreiben. Der zusätzliche Personalaufwand durch die Kantinen-Spätschichten sei durch die Betreuungspauschale gedeckt.