Radio Siegen feiert 25-Jähriges

Mit einem Empfang von lokalen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft feiert Radio Siegen am Dienstag im Lyz sein 25-Jähriges.
Mit einem Empfang von lokalen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft feiert Radio Siegen am Dienstag im Lyz sein 25-Jähriges.
Foto: Jens Plaum
Was wir bereits wissen
Am 2. Juni 1990 ging Radio Siegen erstmals auf Sendung. Am Dienstag feierte die Sation im Foyer des Lyz ihren 25. Geburtstag.

Siegen..  Roland Abel ist einer, Bernd Müller auch. Und Steffen Ziegler kam nur wenige Wochen später dazu. Die Männer der sprichwörtlich ersten Stunde haben die Anfänge von Radio Siegen miterlebt und begleitet.

Am Dienstag, dem 25. Geburtstag der lokalen Welle, tauschten sie die Rollen. Die Moderatoren Müller und Ziegler überließen Roland Abel das Mikrofon – ausnahmsweise.

Anlässlich des Jubiläumsempfangs im Lyz warf SPD-Politiker aus Fellinghausen, Vorsitzender der Veranstaltergemeinschaft Radio Siegen, einen Blick zurück. Und er stellte fest, dass er sein Ehrenamt – er ist sozusagen Intendant ohne Bezahlung – gern innehat: „Das ist mein schönstes Ehrenamt, weil ich mit vielen netten Menschen zusammen sein darf.“

3500 Verkehrsmelder

Heute gehört das Lokalradio zu den erfolgreichsten Sendern, zitierte Roland Abel aus Hörerbefragungen. „Wir haben knapp 40 Prozent Quote, das ist mehr als die fünf WDR-Wellen zusammen.“ Täglich schalteten etwa 110 000 Siegerländer und Wittgensteiner Radio Siegen ein. 3500 Verkehrsmelder verzeichne die radiointerne Freiwilligenstatistik. Zudem hat das Facebook-Profil mehr als 12 100 Freunde. „Radio Siegen ist das akustische Sprachrohr Siegen-Wittgensteins.“

Bezahlt Duran Duran?

Auch Landrat Andreas Müller hob die Bedeutung des Senders für die Region hervor. „Eine lebendige Demokratie braucht lebendige Medien“, betonte er und verwies auf die „enorme Medienvielfalt“ in Siegen-Wittgenstein. Radio Siegen habe „seinen festen Platz im Konzert der Medien“.

Das „lokale Know How“ der Radio-Mannschaft vom Obergraben ist für Marc Jan Eumann ein herausragender Pluspunkt. „Davon profitieren die Siegerländer und Wittgensteiner“, sagte der Staatssekretär im Düsseldorfer Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, „das ist unverzichtbar“. Zugleich stimmte er mit Landrat Andreas Müller in Sachen Demokratie und Medien überein: „Geht es den Medien nicht gut, geht es der Demokratie nicht gut.“

Bürgermeister Steffen Mues lobte die Zusammenarbeit von Stadt und Radiostation, nicht zuletzt bei den Konzerten sonntagnachmittags im Schlosspark. Vier „flotte Moderatorinnen“ führen durchs Programm. Zum Abschluss hatte er noch eine – vielleicht nicht ganz ernst gemeinte – Frage: „Muss Duran Duran eigentlich dafür zahlen, dass einmal am Tag Wild Boys gespielt wird?“

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