Psychologe: Brandstiftung eine psychische Störung

Siegen..  Im Interview mit dieser Zeitung hatte sich im Zusammenhang mit der Brandserie Manfred Heck, Professor für Klinische Psychologie an der Uni Siegen, dazu geäußert, was Serienbrandstifter antreibt. Heck bezog auch Stellung zu Feuerwehrleuten, die als Täter in Frage kommen. Wenngleich bei vielen Tätern das Brennen als großer Aufreger in einem ansonsten ziemlich lahmen, ereignislosen Leben wahrgenommen werde und sie bei dem Beobachten des Feuers eine Größen- oder Allmachtsfantasie empfänden, könne bei Feuerwehrleuten als Täter eine narzisstische Aufwertung des Selbstwertgefühls eine Rolle spielen, indem sie sich gleichzeitig als Retter inszenieren, da durch das Zündeln eine „Aktion“ ihres Löschzugs ausgelöst werde.

Brandstiftung als solches sei eine psychische Störung, so Heck weiter. Seiner Einschätzung nach hätten diese Täter häufig selbst nicht das Gefühl, psychisch krank zu sein und seien nicht besonders offen für eine Therapie.