Poststraße: Kabel-Arbeiten bis zum Schützenfest beendet

Bad Berleburg..  Die Verlegung neuer Leerrohre für Glasfaser-Kabel der Telekom und des heimischen Unternehmen Ejot unter der Poststraße hindurch bis hinauf zum Nordknoten ist offenbar komplizierter als gedacht, laufende Bauarbeiten verzögern sich. Auf jeden Fall aber sollen sie spätestens Donnerstag abgeschlossen sein, versichert Bauleiter Jörg Wick von „Berge Bau“ in Erndtebrück auf Anfrage unserer Zeitung. Das Bad Berleburger Schützenfest am kommenden Wochenende samt Umzug durch die Poststraße würde also nicht durch Baugruben in der Fahrbahn behindert.

An verschiedenen Stellen des Abschnitts mussten Mitarbeiter des Bau-Unternehmens außerplanmäßig den Asphalt aufreißen, um ein durchgängiges Leerrohr für die neue Verkabelung herzustellen – und „Unterbrechungen“ zu überbrücken. „Da hat uns hier im Rathaus selbst überrascht, dass verschiedene Stellen als Baustellen eingerichtet sind“, sagt Stadt-Sprecherin Regina Linde. Bei dem Leerrohr handle es sich jedenfalls um eines, so Linde weiter, über das die Stadt bereits ihre verschiedenen Standorte vernetzt habe. Die aktuelle Baumaßnahme dagegen sei eine, welche die Telekom bei der Stadt Bad Berleburg „angezeigt“ habe.

Die Firma Ejot habe sich schon vor einiger Zeit an die Stadt gewandt mit der Bitte, so Linde weiter, ob man bestehende Infrastruktur mitnutzen könne – um auf ähnliche Weise mehrere Firmen-Standorte im Stadtgebiet über schnelle Datenleitungen zu verbinden. Hier stehe in der Poststraße besagtes Leerrohr zur Verfügung, so Linde – und auf einem Abschnitt vom Sähling in die Herrenwiese ein Kanalrohr.

Für Ejot gehe es aktuell darum, die beiden Firmen-Standorte Herrengarten und Astenbergstraße in der Herrenwiese per Glasfaser zu verbinden, erläutert Ejot-Sprecher An­dreas Wolf. Nur so sei man beim alltäglichen Transfer großer, interner Datenpakete unabhängig von öffentlichen Übertragungswegen. Hintergrund dieser Überlegungen sei der große Brand Anfang 2013 bei der Telekom in Siegen gewesen, so Wolf, bei der Unternehmen vorwiegend im Siegerland tagelang auf Telefon und Internet verzichten mussten.

In einem zweiten Bauabschnitt werde Ejot die Glasfaser von der Kernstadt zu seinem dritten Standort Berghausen verlängern, so Wolf – allerdings erst 2018, wenn die Stadt auf dieser Strecke ohnehin die Kanalisation erneuere.

Auftraggeber Telekom gelassen

Ein neues Rechenzentrum der Firma in Berghausen soll nach Wolfs Angaben bereits im August oder September fertig werden. An die anderen Standorte liefern wird es die Daten vorerst via Richtfunk, auf den Ejot ebenfalls setzt – zur Sicherheit.

Aus Sicht der Telekom in Bonn stellt die Verzögerung der Bauarbeiten kein großes Problem dar. Verwerfungen im Untergrund wie die in der Poststraße seien nicht ungewöhnlich, so ein Unternehmenssprecher.

Übrigens: Sofern städtische Rohrleitungen von Telekom oder Ejot mitbenutzt würden, so Sprecherin Regina Linde, erhalte die Stadt dafür auch eine Nutzungsgebühr.