Polizei will "Applauskurve" strenger überwachen
07.04.2009 | 18:09 Uhr 2009-04-07T18:09:00+0200Für die Motorradsaison hat die Polizeiinspektion Kreuztal wieder verstärkte Überwachungsmaßnahmen auf der B 62 zwischen Afholderbach und Kronprinzeneiche vorgesehen.
Nachdem wieder ein Motorradunfall in der „Applauskurve” auf der B 62 zwischen Afholderbach und Lützel geschehen ist, kündigt die Polizeiinspektion Kreuztal schärfere Kontrollen an.
Am Montag gegen 17.40 Uhr war ein 40-Jähriger Motorradfahrer aus Kirchen wegen überhöhter Geschwindigkeit in Schräglage geraten und auf die Fahrbahn gestürzt. Dabei zog er sich schwere Verletzungen zu und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Bundesstraße 62 zwischen Afholderbach und Kronprinzeneiche ist seit Jahren beliebtes Ziel vieler Motorradfahrer.
Riskante Fahrmanöver
In den letzten Jahren sei es aber gelungen, die Unfallzahlen auf niedrigem Niveau zu halten, sagt Michael Schneider von der Führungsstelle der Polizeiinspektion Kreuztal: „Besonders stolz sind wird darauf, dass seit nunmehr fünf Jahren kein Mensch mehr auf dieser Strecke zu Tode gekommen ist.“ Nach wie vor sind verstärkte Verkehrskontrollen jedoch aus Sicht der Polizei nötig, um das Verhalten derjenigen Verkehrsteilnehmer, die die Strecke als Renn- und Trainingskurs missbrauchen, zu beeinflussen. Michael Schneider: „Wir wissen von Internetforen, in denen immer mehr Fotos und Videosequenzen aus der Bikerszene auftauchen, die teilweise für uns haarsträubende Fahrsituationen zeigen. Wir wissen auch von Sequenzen, an denen die heimische Szene beteiligt ist.“
Wie bereits in den Vorjahren kündigt zu Beginn der Motorradsaison der Leiter der Polizeiinspektion Kreuztal, Polizeioberrat Andreas Moll, intensive polizeiliche Maßnahmen an: „Wir werden sicherlich auch dieses Jahr erneut mit groß angelegte Kontrollen an der B 62 vertreten sein.” Neben Anzeigen und Verwarngeldern wird aber auch im Jahr 2009 besonderer Wert auf die Gefahrenabwehr gelegt. Das können polizeiliche Verfügungen, Platzverweise und „netter Briefe von der Polizei” an erkannte Raser sein.
Auf zwei Besonderheiten weist Michael Schneider hin: „Auch dieses Jahr müssen sich überlaute 'Düsenjäger' unter den Motorradfahrern darauf gefasst machen, dass wir vor Ort wieder unser bewährtes Schallpegelmessgerät einsetzen. Aber auch gegen das Fotografieren und Filmen auf der B 62, das motorisierte Zweiradfahrer zu riskanten Fahrmanövern animieren soll, werden wir entschlossen vorgehen."
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