Polizei in Siegen fasst Serieneinbrecher nach Beschattung

Festnahmen in Siegen: Fahnder der Polizei verfolgten die mutmaßlichen Serieneinbrecher und stellten sie nach der Tat.
Festnahmen in Siegen: Fahnder der Polizei verfolgten die mutmaßlichen Serieneinbrecher und stellten sie nach der Tat.
Foto: Volker Herold/WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Polizei hat zwei mutmaßliche Serieneinbrecher geschnappt. Fahnder verfolgten die Männer und stellten sie nach der Tat. Einen Täter fischten sie nach der Flucht aus einem Fluss.

Siegen.. Die Polizei hat am Dienstag in Siegen zwei mutmaßliche Serieneinbrecher festgenommen. Die Männer wurden auf frischer Tat ertappt. Sie waren Mitte November schon einmal in Stuttgart festgenommen worden, kamen aber nicht in Untersuchungshaft. Jetzt wurden sie dem Haftrichter vorgeführt.

Die georgischen Tatverdächtigen (31 und 41) wurden von Zivilfahndern nach einem Einbruch gestellt. Am 18. November waren sie schon einmal zusammen mit einer Frau in einem in Siegen gestohlenen Auto in der Stuttgarter Innenstadt vorläufig festgenommen worden. Bei der Durchsuchung hatten die Polizisten Einbruchwerkzeuge, die wahrscheinlich auch bei Einbrüchen in Siegen benutzt wurden, gefunden.

Zwei Zivilfahndern, die wegen der aktuellen Einbruchsserie ausschließlich beauftragt sind, Einbrecher aufzuspüren, war das kriminelle Paar am Bahnhof aufgefallen. Zivilbeamte verfolgten die Männer, die nach Verlassen des Busses in die Unterführung Richtung Hufeisenbrücke und weiter über die Berufsschule zum Wohngebiet in der Weststraße liefen. Dort wurde das Duo aus den Augen verloren, die Fahnder orderten Verstärkung, die den relevanten Bereich abriegelte.

Eine Kommissarin, die sich an einem Kindergarten postiert hatte, entdeckte die Männer wieder, als sie gerade ein Mehrfamilienhaus in der Weststraße verließen.

Abenteuerliche Fluchtmanöver

Als sie im Bereich einer Bushaltestelle angesprochen werden sollten, ergriff der 41-Jährige die Flucht, lief über die Freudenberger Straße, kletterte über eine Brüstung und sprang vier Meter tief in die Alche. Selbst dieses abenteuerliche Fluchtmanöver brachte ihm keinen Erfolg, da auf der anderen Seite des Flusses Zivilkräfte postiert waren, die dem tropfnassen Mann Handschellen anlegten. Bei seiner Durchsuchung wurden Modeschmuck, Uhren und Schmuckkästchen sichergestellt. In seiner Hosentasche fanden sich Wollhandschuhe, im Hosenbund steckten drei Schraubenzieher. In einer nahe gelegenen Wiese wurde weiterer Schmuck gefunden. Bei der Durchsuchung des 31-Jährigen fand die Polizei einen Laptop.

Bei den Ermittlungen in dem Mehrfamilienhaus in der Weststraße, wurde festgestellt, dass es zu einem frischen Einbruch gekommen war. Eine Wohnungstür stand offen. Das Schließblech lag auf dem Boden neben dem Türrahmen. Im Bereich des Rahmens und an der Eingangstür wurden Hebelspuren festgestellt. Die Wohnung war durchwühlt worden, Schubladen waren geöffnet und teilweise ausgeschüttet. Der Erkennungsdienst wurde verständigt. Die von den Beamten telefonisch benachrichtigte Inhaberin stellte den Verlust ihres Laptops sowie Modeschmucks fest.

Das Kommissariat geht unverändert davon aus, dass die beiden Festgenommenen für eine Mehrzahl von Einbrüchen im hiesigen Bereich in Fragen kommen.

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