Parkausweise auch für Besucher der Hammerhütte

„Bewohnerparkzone“ soll es bald im Quartier Hammerhütte heißen. Derzeit herrscht in einigen Straßen noch drangvolle Enge –  wie hier in der Donnerscheidstraße.
„Bewohnerparkzone“ soll es bald im Quartier Hammerhütte heißen. Derzeit herrscht in einigen Straßen noch drangvolle Enge – wie hier in der Donnerscheidstraße.
Foto: Jens Plaum
Was wir bereits wissen
Die Stadt Siegen möchte das Parkkonzept im Quartier Hammerhütte ändern. Nicht-Anwohner sollen dort maximal zwei Stunden stehen dürfen. Aber es gibt Ausnahmen.

Siegen..  Der Verkehrsausschuss beschäftigt sich in seiner Sitzung am Dienstag, 14. April, mit den Parkproblemen auf der Hammerhütte. Oder – um es optimistischer auszudrücken, mit der Lösung der Schwierigkeiten. Das Gremium diskutiert die „Einrichtung einer Parkraumbewirtschaftungszone im Quartier Hammerhütte“, wie es in der entsprechenden Vorlage heißt.

Bewohner sollen demnach mit Parkausweis weiterhin ihre Autos in dem Gebiet abstellen dürfen wie bisher. Für alle anderen sind werktags zwischen 9 und 19 Uhr zwei Stunden erlaubt. Eigentlich. Denn die Verwaltung bringt Ausnahmegenehmigungen ins Spiel. Besucher – insbesondere, wenn sie regelmäßig ins Quartier kommen – sollen auch dort parken dürfen. Gegen Gebühr soll die Erlaubnis erteilt werden. Allerdings nicht nur auf der Hammerhütte. „Diese Regelung ist aus Gleichbehandlungsgrundsätzen zukünftig auf das gesamte Stadtgebiet anzuwenden“, schreibt die Verwaltung. Die Genehmigung soll nur für die Zone gelten, „in der der besuchte Innenstadtbewohner seine Wohnung hat“.

Pro Bewohner sind bis zu fünf Ausnahmegenehmigungen geplant, jeweils für maximal zwei Wochen. Die avisierten Gebühren: acht Euro pro Tag bis drei Tage, bis eine Woche 25 Euro und bis zwei Wochen 35 Euro.

Keine Ausnahmen für Gewerbetreibende

Im Zuge einer Informationsveranstaltung forderten auch Gewerbetreibende Ausnahmen für ihre Mitarbeiter (wir berichteten). Dem jedoch erteilt die Verwaltung eine Absage. Im Sinne der Gleichbehandlung müsste dies dann auch in allen anderen Anwohnerparkzonen erlaubt sein: „Dies würde insbesondere im Bereich der Oberstadt den bereits knappen Wohnraum für die Bewohner derart minimieren, sodass dem eigentlichen Zweck, nämlich den Bewohnern die Möglichkeit zu eröffnen, im Wohnumfeld einen Stellplatz zu erhalten, widersprochen wird.“

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