Papierflug-Weltmeisterschaft: Auftakt an der Uni Siegen

Siegen..  „Aus dem Weg“, ruft der Kommentator durchs Mikrofon. Ein Mädchen kann sich gerade noch wegducken, da saust auch schon ein Papierflieger dicht an ihrem Kopf vorbei. Am Adolf-Reichwein-Campus der Uni Siegen herrscht gestern Mittag reger Flugbetrieb. Direkt vor der Mensa können Studenten sich für „Red Bull Paperwings“, die Papierflug-Weltmeisterschaft, qualifizieren. Einfach anmelden und los.

„Ich habe meinen Flieger speziell so gefaltet, dass er weit fliegt“, verrät Gizem Urhan. Sie hat einen klaren Vorteil: Durch ihr Kunststudium kennt sie besondere Falttechniken. Auch Kai Hurle hat sich Gedanken gemacht. „Ich habe auf große Tragflächen und Ruder geachtet“, betont er. Jasmin Efken versucht es mit dem eher klassischen Modell. „Ich hab’ einen ganz einfachen Flieger genommen“, gibt sie zu. Wirklich weit geflogen ist hinterher keiner, aber das ist auch gar nicht so wichtig. Es gehe eher um den Spaß, sagt Efken.

Ein auf den Boden geklebter Streifen markiert den Startpunkt. Nach einem Zeichen des Kommentators heben die Papierflieger ab. Mit einem Maßband ermittelt die Jury die zurückgelegte Entfernung. Zusätzlich stoppt sie die Zeit, in der sich der Flieger in der Luft befindet. So sucht sie jeweils einen Gewinner für drei Kategorien aus: Längste Strecke, längste Flugzeit und Kunstflug. Bei Letzterer geht es um den spektakulärsten Abwurf. Hier gewinnt eine Studentin, die aus dem Rad in den Spagat springt und dabei ihren Flieger wirft.

Die drei Prämierten fahren im April zum Deutschlandfinale in Friedrichshafen. Wer es dort schafft, tritt im Mai für Deutschland bei der Weltmeisterschaft im österreichischen Salzburg an. Da lassen in diesem Jahr Teilnehmer aus rund 40 Ländern ihre Werke um die Wette fliegen.