Neue Chancen auch für kleinere Firmen

Wilnsdorf..  Die CDU Wilnsdorf sieht durch die Thematik um die Freihandelsabkommen TTIP und Ceta Bürger die Bürger zunehmend verunsichert. Gründe hierfür seien nicht allein die „Brüsseler Geheimniskrämerei“, sondern auch „Panikmache“. Die CDU-Fraktion Wilnsdorf nahm diese Umstände zum Anlass, einen Fachmann der IHK Siegen in eine Fraktionssitzung einzuladen. Rudolf König hat Vor- und Nachteile des Freihandelsabkommen vorgetragen und erläutert. Nach diesen Ausführungen ist aus kommunaler Sicht nicht mit Einschränkungen zu rechnen.

Abkommen mit Asien in Vorbereitung

Mit dem Begriff „Chlorhühnchen“ haben die Kritiker bisher das Stimmungsbild geprägt. Demgegenüber sind die Ziele der Abkommen in der Öffentlichkeit wenig bekannt. Rudolf König, für Außenwirtschaft zuständiger Geschäftsführer der IHK Siegen, erklärte, die Abkommen dienten an erster Stelle dazu, Doppelprüfungen und Entwicklungskosten sowie administrativen Aufwand im Güteraustausch mit den USA und Kanada zu vermeiden. Dazu König: „Mittelständische Betriebe können häufig nicht den zusätzlichen Aufwand leisten, der mit Exporten in den amerikanischen Markt verbunden sind. Für sie eröffnen die Abkommen bisher ungenutzte Marktchancen.“

Ziel sei es auch, die Zölle abzubauen. Bisher müssen sie eigene Produktlinien für den amerikanischen Markt einrichten sowie teure Zulassungs- und Prüfverfahren durchlaufen. Die Amerikaner, so König, verhandeln gleichzeitig mit asiatischen Partnern über ein Freihandelsabkommen. Europa sei auf große Partner dringend angewiesen, um seinen Platz auf den internationalen Märkten erfolgreich zu verteidigen.