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Nachwuchsphysiker möchte zur Physik-Olympiade

18.10.2012 | 21:00 Uhr
Nachwuchsphysiker möchte zur Physik-Olympiade
Carl-Friedrich Schön möchte sich für die Physik-Olympiade 2013 in Kopenhagen qualifizieren. Im nächsten Jahr macht er sein Abitur am Gymnasium Am LöhrtorFoto: Timo Baudzus

Siegen.   Carl-Friedrich Schön hat sich für die zweite Runde der deutschen Vorausausscheidungen zur Physik-Olympiade qualifiziert. Damit ist er unter den bundesweit 200 besten Nachwuchsphysikern. Fünf von ihnen fahren zur Olympiade.

Im nächsten Jahr findet die 44. Internationale Physik-Olympiade (IPhO) in Kopenhagen statt – und er wäre gerne dabei: Carl-Friedrich Schön, angehender Abiturient des Gymnasiums Am Löhrtor. Dazu nimmt der begeisterte Nachwuchsphysiker an den deutschen Vorausscheidungen teil und hat sich bereits erfolgreich für die zweite Runde qualifiziert. Nun gilt es für ihn die Aufgaben des zweiten Durchgangs zu lösen, um in den erlauchten Kreis der bundesweit besten 50 jugendlichen Nachwuchsphysiker vorzustoßen.

Gemeinsam mit zwei Mitstreitern aus seinem Physik-Leistungskurs hat Schön bereits die Vorbereitungsseminare für die Aufgaben der zweiten Runde absolviert. Das Seminar fand Anfang Oktober in Dresden statt und sollte die Teilnehmer mit theoretischen Hintergründen für die vier zu bewältigenden Aufgaben versorgen. Ein straffes Programm mit ziemlich viel Input für die Teilnehmer. „Nach eineinhalb Stunden Quantenmechanik raucht einem schon der Kopf“, sagte Carl-Friedrich im Gespräch mit unserer Zeitung.

Dennoch ist er optimistisch und geht die Aufgaben zielgerichtet, aber entspannt an. „Mein Ziel ist es, so weit wie möglich zu kommen.“ Dazu bedarf es jedoch zunächst einmal der richtigen Lösungen. Eine nicht ganz einfache Angelegenheit, denn die vier Aufgaben sind ziemlich kniffelig. Hilfestellung von seinem Physiklehrer Marcus Hohenstein gibt es nicht, darf es laut Regelwerk auch nicht geben.

Nur fünf bleiben übrig

Hohenstein, der sich sehr darüber freut, dass drei seiner Schüler immerhin zu den besten 200 Nachwuchsphysikern Deutschlands zählen, brachte Carl-Friedrich und dessen Mitstreiter überhaupt erst auf die Idee. In seinem Physik-Kurs stellte Hohenstein die Aufgaben der ersten Runde vor. Carl-Friedrich und zwei weitere Kursteilnehmer stellten sich der Herausforderung – mit Erfolg.

Und dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr. Seine Begeisterung für die Physik lebt Carl-Friedrich auch außerhalb der Schule aus. Einmal pro Woche nimmt er an einer Begabtenförderung der Uni Siegen teil. Unter der Leitung von Prof. Claus Gruber beschäftigen sich die Teilnehmer zum Beispiel mit Fragen zur Energieversorgung in der Zukunft. Ein Physikstudium liegt da nahe, allerdings liebäugelt Carl-Friedrich auch mit anderen Studiengängen wie Informatik oder Maschinenbau. Auch als Hobbyprogrammierer hat er sich bereits betätigt und seiner Mutter eine Taschenrechner-App für ihr Handy programmiert.

Nun stehen allerdings die Aufgaben der zweiten Runde für ihn im Fokus. Bis Ende Oktober muss er diese abgeben. Wenn er diese Runde übersteht, gilt es noch zwei weitere Runden zu meistern. Am Ende bleiben fünf Teilnehmer übrig. Die fahren dann nach Kopenhagen.

Timo Baudzus



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