Nach Razzia im Siegerland - Anklage gegen Salafisten

Gegen die im November festgenommenen Islamisten ist Anklage erhoben worden.
Gegen die im November festgenommenen Islamisten ist Anklage erhoben worden.
Foto: Lars Heidrich
Was wir bereits wissen
Die Staatsanwaltschaft Köln erhebt nach Informationen des Focus Anklage gegen eine Bande, die unter anderem Kirchen im Siegerland geplündert und Schulen ausgeraubt hat.

Siegen/Köln.. Mit dem Geld wollten die Männer die Terror-Milizen Islamischer Staat (IS) und Junud al-Sham unterstützen. Das gehe aus der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Köln gegen acht Salafisten aus Köln und Siegen hervor. Die Männer waren bei einer Razzia im November 2014 festgenommen worden.

Gegen einen der Verdächtigen, der in Dreis-Tiefenbach festgenommen wurde, ermittelt der Generalbundesanwalt.

„Die Angeklagten wollten mit ihren Taten den Dschihad in Syrien und im Irak unterstützen“, zitiert das Nachrichtenmagazin den Kölner Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn. Die Männer sollen demnach Reisen deutscher Rekruten zu Terror-Milizen finanziert haben. „Wir müssen gucken, wie die Gelder runterkommen“, habe einer der Kirchenräuber in einem belauschten Telefonat gesagt, „wie die dreckigen Kuffar unten abgeschlachtet werden. Das ist unsere Pflicht, dass ihnen die Kehle da unten durchgeschnitten wird.“