Muslimische Gemeinde lädt Christen ein

Siegen..  Die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde in Betzdorf hat die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) gemeinsam mit dem Lehrstuhl Philosophie und der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) zu einem Gesprächskreis eingeladen. Die Besucher hatten die Möglichkeit, sich über die Geschichte und Lehre des Islam zu informieren. Die Ahmadiyya-Gemeinde vertritt einen „Reform-Islam”, den schon der Prophet Mohammed angekündigt haben soll. Im Jahr 1889 hat Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad aus Indien diese Reform mit seinem Grundsatz „Keine Gewalt gegen Gewalt - Haltet Frieden mit allen Menschen“ verkörpert. Heute gibt es rund 10 Millionen Anhänger dieser islamischen Richtung weltweit, 40 000 in Deutschland. Die Ahmadiyya-Gemeinde verurteilt die Taten von Boko-Haram und IS, da der Islam gegen Gewalt sei. In der Gesprächsrunde wurde betont, dass man gemeinsam mit anderen Religionen viel Gutes tun könne.

Die Gastgeber wurden zu einem Gegenbesuch in die KHG mit Informationen über den christlichen Glauben und einer Kirchenführung eingeladen.