Mütter freuen sich über Hilfe

Siegen..  Leonie und Lucia sind Zwillinge, Cora und Silas auch. Und: Alle vier sind Geschwister. Das bedeutet jede Menge Leben im Haus von Familie Hees, aber auch jede Menge Stress.

Mutter Olga Hees vertraute nach der Geburt des ersten Paares vor fünf Jahren auf die Hilfe der Zeitstifterinnen, das Projekt „StartHilfe“ des Bezirksverbands der Siegerländer Frauenhilfen. Junge Mütter finden dort nach der Geburt eines Kindes alltagspraktische Unterstützung. Der Start mit dem Baby ins Leben wird leichter.

Moderne Nachbarschaftshilfe

Ehrenamtliche Helferinnen greifen buchstäblich zu, weil in vielen Fällen soziale Familien- oder Nachbarschaftsnetzwerke nicht mehr vorhanden sind. Bei der Familie Hees war Zeitstifterin Susanne Nöh im Jahr 2010 bei ganz alltäglichen Dingen für die Mutter da. „Sie war uns wirklich eine ganz große Hilfe“ sagt Olga Hees. „Nachdem wir im vergangenen Jahr erfahren haben, dass wir erneut Zwillinge erwarten, wandten wir uns wieder vertrauensvoll an Frau Nöh. Bereits zum Ende der Schwangerschaft hat sie mich unterstützt und entlastet. Ich bin sehr dankbar, dass es dieses wunderbare Projekt gibt“

Seit 2009 unterstützt die Bürgerstiftung Siegen – sie feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen – StartHilfe. In diesem Jahr mit 2000 Euro. „Wir unterstützen das Projekt ja nun schon zum wiederholten Male, da wir die Initiative wirklich wertvoll finden“, sagt Stiftungschef Kajo Soemer. „Und der bisherige Erfolg unterstreicht die Bedeutung noch zusätzlich.“ Die StartHilfe sei ein wichtiger Unterstützungsbaustein, um Situationen häuslicher Überforderung zu vermeiden. StartHilfe habe die Stiftung überzeugt, „da das Angebot so unbürokratisch ist und verlässlich greift“. Gerade die ersten Jahre im Leben eines Kindes seien für die weitere Entwicklung von entscheidender Bedeutung.

Sandra Fuchs, Geschäftsführerin der Stiftung, ergänzt: „Für uns als Bürgerstiftung ist es wichtig, „StartHilfe“ zu unterstützen, da wir diese besondere Form moderner Nachbarschaftshilfe würdigen möchten.“ Eine solche Hilfestellung könne sicher jede Mutter gut gebrauchen und wir wünschen den Initiatorinnen, dass das Angebot weiterhin so gut angenommen wird.

Immer Ehrenamtliche gesucht

Der Untertitel des Projekts lautet „Zeit stiften für junge Mütter“ und eben solche Zeitstifterinnen werden aktuell wieder gesucht. Der Bedarf in der Region ist groß und wächst stetig weiter. Oftmals melden Mütter sich inzwischen schon längere Zeit vor der Geburt ihres Babys an, um sich das Angebot zu sichern.

„Unser Projekt wurde vor sechs Jahren ins Leben gerufen und wir freuen uns über die hohe Akzeptanz“, sagt Vorsitzende Erika Denker. „Gleichzeitig bedeutet es aber, dass wir dringend weitere Ehrenamtliche benötigen.“