Müsener lösen ihre Probleme

chule, Kindergarten, Bürgerhaus: Wichtige Müsener Einrichtungen sind im Dorfgespräch.
chule, Kindergarten, Bürgerhaus: Wichtige Müsener Einrichtungen sind im Dorfgespräch.
Foto: WP

Müsen..  Schule, Kindergarten, Bürgerhaus: Für den Hilchenbacher Müsen sind das drei bedeutsame Einrichtungen. Alle drei sind derzeit, in jeder Hinsicht, im „Dorfgespräch“: die Grundschule, weil sich gerade einmal wieder die städtische Schullandschaft verändert, der Kindergarten, weil er aus den Nähten platzt und das Bürgerhaus, weil ihm der Trägerverein abhandenzukommen droht. Die drei Themen standen auf der Tagesordnung des Dorfgesprächs, zu dem das Bürgerforum zum 17. Mal eingeladen hat.

Neues Konzept für das Bürgerhaus

Dorothee Klein erledigt den ersten Punkt ganz schnell. Ob der Fortbestand der Stahlberg-Grundschule gefährdet sei? „Nein, das können wir überhaupt nicht sagen“, betont die amtierende Schulleiterin. Die Gründung der privaten b school, die in Allenbach an die Stelle der städtischen Grundschule tritt, werde Müsen keine Schüler kosten. Es gebe nur ein Kind, das in Allenbach und Müsen doppelt angemeldet sei — so wollte es die Stadt, um auf den Fall vorbereitet zu sein, dass die b school nicht starten kann. Die Schülerzahl wird im nächsten Schuljahr um 50 auf 235 steigen. Platz genug gebe es in der zweizügig ausgebauten Schule, sagt Dorothee Klein: „Kein Problem.“ Ausgeschrieben sei die Rektorstelle, die seit dem Wechsel von Thomas Bosch nach Eichen vakant ist, und auch die Stelle der Konrektorin werde neu besetzt.

20 der 45 Müsener Kindergartenkinder werden über Mittag betreut und brauchen Platz zum Ruhen oder Schlafen. Dazu ist die „Villa“ zu klein. Liegen aufstellen in den beiden Gruppenräumen? Das geht auch nicht. Wohin dann mit den anderen Kindern, die um 13 Uhr nach Hause gehen? Der Elternrat sammelt in Müsen Unterschriften, um beim kirchlichen Kita-Träger EKiKs für seinen Vorschlag zu werben: Der Gemeindesaal des evangelischen Gemeindezentrums könnte mit geringem baulichen Aufwand einbezogen werden – was den Effekt hätte, dass der befürchtete Verkauf des Gemeindehauses vom Tisch wäre. Müsen gewinnt Kinder durch die attraktive 35-Stunden-„Blockbetreuung“: Eltern müssen nicht 45 Stunden buchen, um ihre Kinder mittags versorgt zu wissen.

Neue Vorstände sollen den Kulturverein auch über 2016 hinaus handlungsfähig machen. Allerdings, so formuliert es Jens Weigand vom Bürgerforum, wird es nicht genügen, das Bürgerhaus nur von zwei Vereinen und ansonsten mit Familienfeiern zu bespielen. Gefragt sei ein neues Konzept: „Wir müssen das Haus wieder zu einem Haus der Bürger machen.“

Südwestfälischer Tag der Dörfer

Müsen richtet am 19. und 20. September den südwestfälischen „Tag der Dörfer“ aus. Am Samstag, 19. September, werden 60 Jugendliche im „Jungen Forum“ im Bürgerhaus diskutieren. Sonntag ist das Thema „Junges Landleben“. Geplant sind geführte Müsen-Touren und „Urban Games“.