Mittelalterliches Markttreiben auf dem Schulberg

Auch die kleinen Armbrüste waren sehr anziehend.
Auch die kleinen Armbrüste waren sehr anziehend.
Foto: Michael Kunz

Deuz..  Kaum hatte Bürgermeister Paul Wagener nach dem gemeinsamen Zug vom Bahnhof zum Deuzer Schulzentrum den Mittelaltermarkt offiziell eröffnet und das letzte Wort gesprochen, gab es auch dort am Samstag erst einmal einen kräftigen und länger anhaltenden Wolkenbruch. Immerhin trat der Schirmherr Wagener aber nicht im Kartoffelsack auf, wie ihm vor ein paar Tagen noch vorgeschlagen worden war – um ins Bild der vielen historischen Gewanderungen zu passen.

Für Hausaufgaben an den Pranger

Den historischen Markt haben die Grundschulen Deuz und Hainchen, städtische Förderschule Am Sterndill und AWO-Schule am Sonnenhang gemeinsam veranstaltet und in Projekttagen vorbereitet. „Ist schon schade, wenn sich alle so viel Mühe gegeben haben“, kommentierte Bernd Heinemann von der Stadtverwaltung, der bei der Organisation geholfen hatte, das morgendliche Wetter.

Immerhin hatte es da mit dem Regen bereits wieder aufgehört, und es blieb für den Rest des Tages auch weitgehend erträglich. Genug jedenfalls, dass die kleinen Besucher die vielen Stationen des Marktspektakels so richtig auskosten konnten, an denen sie auf Ponys reiten, mit Pfeil und Bogen oder Armbrust auf die Scheibe schießen oder sich in typischen Spielen aus dem Mittelalter miteinander messen konnten. Dazu gab es vieles zu sehen und zu lernen, wurde gehämmert und geschnitzt, gewebt und erzählt. Viele Bücher zum Thema waren zu haben, Schattentheater ebenso im Angebot, wie ein Trommelkonzert in der Turnhalle der Förderschule.

Falkner, Schmied und Kräuterfrau ließen sich über die Schultern schauen, in den „Herbergen“ gab es unter anderem Drachenwurst zu essen. Welche ungeliebte Lehrerin da möglicherweise einem Schwertunfall zum Opfer gefallen war, wurde allerdings von den Beteiligten nicht verraten. Auf die Lehrkräfte, „die Hausaufgaben aufgeben“, wartete ansonsten auch noch ein Pranger. Kein leichtes Leben eben.