Misshandlungen in Burbach - Ermittlungen gegen 50 Personen

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Was wir bereits wissen
Freiheitsberaubung, Körperverletzung, Nötigung - die Staatsanwaltschaft Siegen ermittelt gegen mehr als 50 Personen wegen Misshandlung von Flüchtlingen in Burbach.

Burbach.. Nach den Übergriffen auf Flüchtlinge in einer Notunterkunft in Burbach im Siegerland ermittelt die Staatsanwaltschaft inzwischen gegen mehr als 50 Beschuldigte. Auch Mitarbeiter von Behörden geraten in den Fokus.

Es sei eine Vielzahl möglicher Straftaten ans Licht gekommen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Siegen am Montag. "Wir ermitteln wegen Freiheitsberaubung, Körperverletzung und Nötigung."


Flüchtlinge Neben den jeweiligen Tätern sollen auch Sozialbetreuer, die Heimleitung, Polizisten und Mitarbeiter der Bezirksregierung in Arnsberg von den Übergriffen gewusst haben, ohne dagegen einzuschreiten, teilte die Anklagebehörde mit. Wann die Ermittlungen abgeschlossen werden könnten, sei noch unklar.

Flüchtlinge misshandelt und gedemütigt

Ende September 2014 war bekanntgeworden, dass Wachleute Flüchtlinge misshandelt und gedemütigt hatten. Einer der Übergriffe in einem "Problemzimmer" der Unterkunft war von den Tätern gefilmt worden. Auf Fotos posierten die Wachleute mit den Opfern. (dpa)