Misshandelter Hund – PETA setzt Belohnung aus

Tobias Neumann, Leiter des Tierheims,  mit dem gefundenen Hund Peter
Tobias Neumann, Leiter des Tierheims, mit dem gefundenen Hund Peter
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Tierrechtsorganisation PETA bietet 1000 Euro Belohnung für Hinweise auf den Halter des verwahrlosten und abgemagerten Hundes, der derzeit im Tierheim Siegen gepflegt wird.

Siegen/Kreuztal/Stuttgart. Am Donnerstagnachmittag vergangener Woche war auf einem Schotterparkplatz am Waldrand zwischen Krombach und Welschen Ennest der Hund von einem Jagdpächter gefunden worden. Das Tier war bis auf die Knochen abgemagert, dehydriert und überhitzt. Der Körper des völlig geschwächten Vierbeiners war übersät von mit Maden befallenen Wunden, sein Fell verfilzt und verkotet.

Vermutlich wurde der Hund ausgesetzt und zuvor misshandelt. Im Tierheim Siegen wurde der von den Mitarbeitern Peter getaufte Rüde tierärztlich versorgt. Möglicherweise handelt es sich um einen Hütehund-Mischling im Alter zwischen drei und sieben Jahren.

Bislang keine nennenswerten Hinweise auf den Halter

Hinweise auf den ehemaligen Halter nehmen laut Peta-Mitteilung das Veterinäramt und das Tierheim Siegen entgegen. Bislang gingen beim Tierheim keine nennenswerten Hinweise ein.

Um die Suche nach dem Täter zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Informationen aus, die zur Ermittlung und Überführung des mutmaßlichen Tierquälers führen.

Zeugen, die Hinweise beisteuern können, haben auch die Möglichkeit, sich telefonisch unter 01520 7373341 oder per E-Mail an PETA zu wenden – auch anonym. „Bitte helfen Sie mit, diese herzlose Tat aufzuklären“, appelliert Judith Pein im Namen von Peta Deutschland. „Immer wieder werden Vierbeiner rücksichtslos ‚entsorgt‘ und an abgelegenen Orten ausgesetzt, wo sie qualvoll sterben. Wer das Leid eines Hundes so kaltblütig in Kauf nimmt, der schreckt möglicherweise auch vor Gewalt an Menschen nicht zurück.“

Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren

Die Tierrechtsorganisation macht darauf aufmerksam, dass das Aussetzen von Tieren laut § 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und den Straftatbestand der Tierquälerei nach § 17 Tierschutzgesetz erfüllt. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen. Im März 2014 verhalf nach Angaben der Tierschützer eine Belohnungsauslobung dazu, einen Tierquäler zu überführen, der einen Schäferhundmischling ausgesetzt hatte. Das Tier sei im Wald angebunden worden und dort qualvoll verhungert.

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