Minister: Kreuztal geht den richtigen Weg

Minister Michael Groschek (2.von rechts) mit Stadtbaurat Eberhard Vogel, MdB Willi Brase, Bürgermeister Walter Kiß und MdL  Falk Heinrichs (von links)in der neuen Stadtbibliothek.Foto:hn
Minister Michael Groschek (2.von rechts) mit Stadtbaurat Eberhard Vogel, MdB Willi Brase, Bürgermeister Walter Kiß und MdL Falk Heinrichs (von links)in der neuen Stadtbibliothek.Foto:hn
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Kreuztal..  Zur Eröffnung der neuen Kreuztaler Stadtbücherei am 4. und 5. Februar werde er zwar nicht anwesend sein. Doch für das spätere Jahr 2015 hat sich NRW-Städtebauminister Michael Groschek (SPD) einen weiteren Besuch in der Stadt vorgenommen. Dann will sich Groschek mit der Kreuztaler Verwaltung und den heimischen Landtagsabgeordneten überlegen, wie beispielsweise der etwas abgelegene Lokschuppen hinter dem Bahnhof, wo seit einigen Monaten ein privates Kultur­zentrum eingerichtet ist, besser an die Stadtmitte angebunden werden kann.

So viel Lob von höchster Stelle haben die Kreuztaler Stadtoberen wahrscheinlich lange nicht mehr gehört. Minister Groschek, der am Mittwoch das Siegerland bereiste, schwelgte in höchsten Tönen von der Entwicklung der zweitgrößten Kommune im Kreisgebiet. „In vielerlei Hinsicht“ sei Kreuztal Vorbild für die Region, wovon er sich bei einem Rundgang zwischen Bahnhof und Marktplatz überzeugte.

Der Kulturbahnhof als Visitenkarte der Stadt war für Minister Groschek besonders erwähnenswert. Und die Innenstadt: Während sie vielerorts zu veröden drohe, gehe Kreuztal doch den richtigen Weg und hole den Einzelhandel zurück ins Zentrum -- womit der demnächst entstehende Dornseifer-Frischemarkt gemeint war. Dies sei vor allem vor dem Hintergrund des so genannten „Sofa-Shopping“ als wichtig anzusehen. Denn, so Minister Groschek: „Der Internethandel lässt sich nicht mit Planungsrecht eingrenzen.“

Anerkennung zollte der Minister auch dafür, dass Kreuztal entgegen dem Trend wachse: Dies wertete er als Beleg für die gelungene Schaffung neuen Wohnraums im Stadtkern, wofür private Investoren gewonnen worden seien. Siehe das neue Wohn- und Geschäftshaus Marburger Straße und die Planungen für eine Wohnanlage am Heugraben: „Mir ist keine einzige Stadt bekannt, die das so gut hingekriegt hat wie Kreuztal“, zeigte sich Michael Groschek über aktuelle Projekte und Vorhaben begeistert.

Besuch in der neuen Bibliothek

Bürgermeister Walter Kiß verwies in dem Zusammenhang auf die Aufgabe der Stadt, Fachkräfte an die Region zu binden. Auch und gerade für diese Zielgruppe werde Wohnraum geschaffen, dazu komme das breite Angebot an Kinderbetreuung, allgemeinbildenden Schulen und Sportstätten sowie eine ausgeprägte Kulturszene.

Die neue Stadtbücherei als Schlusspunkt seines Besuches überzeugte den Minister ebenfalls. Darin entstünden „wunderbare Arbeitsplätze“. Dass die Bibliothek so konzipiert sei, dass auch größere Gruppen dort Platz finden, war ein weiteres Plus, das der Minister feststellte. Wenn dann auch noch der angrenzende Marktplatz durch die geplante weitere Gestaltung und Gastronomie attraktiver werde, verfüge Kreuztal gleich über mehrere neue Frequenzbringer.