Minidrohnen als Freizeitspaß

Minidrohnen dürfen zwar in der Freizeit verwendet werden, aber besonders bei der Versicherung ist einiges zu beachten.
Minidrohnen dürfen zwar in der Freizeit verwendet werden, aber besonders bei der Versicherung ist einiges zu beachten.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Das Anschaffen der Fluggeräte ist erlaubt, allerdings muss man für die Nutzung einige Regeln beachten

Siegen..  Ferngesteuerte Flugkörper sind auch für den privaten Gebrauch im Anflug. Ausgestattet mit surrenden Propellern und meist auch mit Kamera, taugt der Einsatz von Mini-Flug-Drohnen immer mehr zum Freizeitspaß. Besonders reizvoll finden es viele Hobby-Piloten, die Fluggeräte in die Luft gehen zu lassen und den Start selbst steuern zu können. Dabei ist es möglich, aus der Vogelperspektive zu fotografieren und zu filmen, egal was vor die Linse kommt.

Doch Vorsicht: Versicherungs- und datenschutzrechtlich befinden sich die Piloten der kleinen unbemannten Flugkörper nicht im grenzenlosen Universum, sondern ganz schnell im luftleeren Raum: „Wird eine Flugdrohne unglücklich gesteuert und richtet dabei einen Personen- oder Sachschaden an, ist der Versicherungsschutz vielfach ungeklärt. Auch unerlaubtes Filmen und Fotografieren von Personen ist verboten“, warnt Dr. Konstantin von Normann, Leiter der Verbraucherzentrale NRW in Siegen. Damit die futuristischen Flugobjekte nicht im rechtsfreien Raum unterwegs sind, sollten folgende Hinweise vor der Anschaffung und dem Flugbetrieb beachtet werden:

Flugerlaubnis Jeder – ob klein oder groß – kann sich zum privaten Spaß eine Drohne anschaffen oder schenken lassen. Für Modelle, die weniger wiegen als fünf Kilogramm, ist keine besondere Nutzungserlaubnis oder spezielle Schulung notwendig.

Sicherheit In der Luft darf sich eine Drohne nicht aus der Sicht des Piloten entfernen. Das bedeutet, dass der Flugkörper im Mini-Format auf freier Fläche also nicht mehr als 300 Meter weit fliegen darf. Die Drohne sollte auch nicht höher als maximal hundert Meter aufsteigen. Außerdem muss ein Sicherheitsabstand von 1,5 Kilometern zu Flughäfen und Fluglandeplätzen eingehalten werden. Auch die Sicherheit von anderen Personen und Sachen darf nicht gefährdet oder gestört werden. Tipp: Bei der Bedienung einer Drohne sollte also stets darauf geachtet werden, dass ein ausreichender Sicherheitsabstand zu anderen Menschen, öffentlichen Verkehrswegen, Hochspannungsleitungen und anderen Hindernissen eingehalten wird.

Versicherungsschutz Für sämtliche Flugobjekte, die unter freiem Himmel betrieben werden, ist der Abschluss einer Haftpflichtversicherung Pflicht. Wenn durch eine Freizeit-Drohne eine Stromleitung beschädigt oder ein Mensch verletzt wird, springt die vielfach vorhandene private Haftpflichtversicherung jedoch oft nicht ein. Die Übernahme der Versicherung hängt dann davon ab, ob der fliegende Übeltäter nachweislich als Spielzeug deklariert wurde. Hobby-Piloten sollten deshalb am besten vor Inbetriebnahme des Spielzeugs mit ihrer Versicherung klären und sich zusätzlich schriftlich bestätigen lassen, inwieweit die bisherige Haftpflichtpolice für Schäden aufkommt. Greift der Standardschutz nicht, muss eine zusätzliche Versicherung her. Ein solcher Schutz kann in die private Haftpflichtversicherung integriert oder als Zusatzpolice abgeschlossen werden. Aber auch Modellflugverbände bieten eine passende Versicherung bei Nachfrage oder über eine Mitgliedschaft an.


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