Mehrere Badetote in NRW - 6-Jähriger ertrinkt im Rhein

Ein Jugendlicher ist im Naturfreibad Siegen-Seelbach gestorben. Foto: Jürgen Schade
Ein Jugendlicher ist im Naturfreibad Siegen-Seelbach gestorben. Foto: Jürgen Schade
Was wir bereits wissen
Bei Badeunfällen sind am Samstag mindestens vier Menschen in NRW ums Leben gekommen - darunter ein 6-Jähriger in Köln und ein 17-Jähriger in Siegen.

Siegen.. Zwei Männer sind bei Badeunfällen in der Nähe von Aachen ertrunken. Wie die Polizei mitteilte, stürzte ein 23-Jähriger in Simmerath von einem Steg in den Eiserbachsee. Der Mann ging unter und tauchte nicht wieder auf. Er sei wohl Nichtschwimmer gewesen, hieß es. Erst drei Stunden später holten Taucher die Leiche aus dem Wasser.

In Eschweiler kam ein 50-Jähriger im Blausteinsee ums Leben. Der Mann wollte mit Freunden zu einer Boje schwimmen, machte dann aber auf halbem Weg kehrt und wollte zurück ans Ufer. Dort sei er aber nicht angekommen, hieß es weiter. In der Nacht fanden Taucher den toten Mann im See. Es handle sich wohl um tragische Unfälle.

Ein weiterer Bade-Toter wird unterdessen am Sonntag in Wetter vermutet: Ein 21-jähriger Mann wird seit dem Samstagabend vermisst, nachdem er Abkühlung in der Ruhr suchte. Möglicherweise wurde er von der Strömung fortgerissen. „Derzeit muss davon ausgegangen werden, dass der 21-Jährige ertrunken ist“, hieß es bei der Polizei. Die Sucharbeiten laufen..

Jugendlicher in Siegen wurde seit Freitag vermisst

Ein tragischer Unglücksfall hat sich im Naturfreibad Siegen-Seelbach ereignet. Am frühen Samstagmorgen fanden Rettungstaucher einen 17-jährigen Jugendlichen aus Kirchen leblos im Wasser.

Suchaktion Am Freitag war der junge Mann nach Auskunft der Polizei mit einer 13-jährigen Bekannten zum Schwimmen in das Freibad gekommen. Nachdem das Mädchen ihren Begleiter längere Zeit nicht gesehen hatte, machte sie sich auf den Heimweg. Offenbar ging sie davon aus, dass der 17-Jährige ohne sie das Bad verlassen hatte.

Zu Hause recherchierte die 13-Jährige im Freundeskreis, vertraute sich schließlich ihren Eltern an, als die Suche nach dem Verbleib des Jugendlichen ohne Ergebnis blieb. Angehörige meldeten ihn bei der Polizei als vermisst.

Daraufhin suchten Polizei und Feuerwehr in der Nacht zu Samstag das Areal um das Naturfreibad ab. Am frühen Samstagmorgen fanden Rettungstaucher den jungen Mann leblos im Wasser. Die Polizei geht derzeit von einem Unglück aus. Die Obduktion soll in der kommenden Woche die Todesursache endgültig klären.

Sechsjähriger wurde von der Strömung erfasst und ertrank

Ein sechs Jahre alter Junge ist beim Spielen am Rheinufer in Köln von der Strömung erfasst worden und ertrunken. Die Polizei suchte nach dem Unglück am Samstagnachmittag mit einem Hubschrauber und Booten nach dem Jungen, der zunächst als vermisst gegolten hatte, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Mit Hilfe eines Sonargeräts fanden ihn die Einsatzkräfte schließlich unweit der Unglücksstelle. Der Junge wurde tot aus dem Wasser geborgen. Er hatte im Beisein seines Vaters im Rhein im Stadtteil Merkenich nah am Ufer gespielt. (we/mit dpa)