Maschmeyer als Ehrengast bei "Manager des Jahres" in Siegen
14.08.2012 | 17:41 Uhr 2012-08-14T17:41:05+0200
Olpe/Siegen. Diese Personalie garantiert Zündstoff: Der umstrittene AWD-Gründer Carsten Maschmeyer kommt als Ehrengast und Referent zu der Auszeichnung "Manager des Jahres" ins Apollo-Theater nach Siegen. Der Veranstalter verspricht sich eine "kritische Diskussion" mit Maschmeyer.
Ausgerechnet Maschmeyer! Der umstrittene Gründer der Finanzvertriebsgesellschaft AWD wird am 26. September als Ehrengast und Referent bei der Auszeichnung „Manager des Jahres“ im Apollo-Theater Siegen auftreten. Der Titel wird bereits zum dritten Mal vom Magazin „Südwestfalen-Manager“ in Zusammenarbeit mit der Südwestfalen-Agentur vergeben. Doch nun dürfte ein Gast erstmals harsche Kritik hervorrufen. Maschmeyer wird von der Südwestfalen-Agentur in einer Pressemitteilung als „Enfant Terrible der deutschen Wirtschaft“ angekündigt. Kaum ein anderer Unternehmer habe in den vergangenen Jahren derart im Fokus der Medien gestanden wie der Finanzinvestor und Berater. Und weiter: „Fakt ist: Carsten Maschmeyer ist ein Paradebeispiel für einen Selfmade-Millionär und steht für Erfolg.“
Das dürften zahlreiche Bürger, die sich von Maschmeyers AWD hinters Licht geführt fühlen, anders sehen. Der Ehemann von Veronica Ferres und Freund von Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder stand insbesondere bei Kleinanlegern in der Kritik, die beim „Allgemeinen Wirtschaftsdienst“ ihr Erspartes investiert hatten. In zahlreichen Medienberichten wurden dem AWD Drücker-Methoden vorgeworfen . Schadenersatzklagen sind noch anhängig. Die Vorwürfe lauten: mangelnde Risikoaufklärung und zu hohe Beraterprovisionen. Mittlerweile spielt Maschmeyer beim AWD keine Rolle mehr: er hat seine Anteile verkauft. Dirk Glaser, der „Manager des Jahres“ am 26. September moderieren wird, ist sich der Brisanz des Termins bewusst. „Vor allen die Diskussion mit Herrn Maschmeyer wird sicherlich für eine Menge Zündstoff sorgen“, sagt der Geschäftsführer der Südwestfalen-Agentur. „Wir stellen uns und sind neugierig.“
Veranstalter verspricht sich eine "kritische Diskussion" mit Maschmeyer
„Manager des Jahres“ werde wie in den vergangenen Jahren auch eine solide Veranstaltung werden. „Dafür bürgen alleine die anderen Teilnehmer.“ Dass Maschmeyer „nicht nur Freunde hat“, räumt auch Axel Brinkschulte, Geschäftsführer des Verlags Brinkschulte Medien ein, der die Auszeichnung ins Leben gerufen hat. „Wir haben ihn eingekauft und versprechen uns eine kritische Diskussion“, sagt er. Eingekauft? Laut Wikipedia betrug das Vermögen des Referenten Ende 2010 rund 650 Millionen Euro.
18:10
Wie definiert die ihk denn Ehrengast?
Wenn ich Mitglied in der IHK wäre würde ich mich jetzt schon ein bißchen ärgern was mit meinen Beiträgen passiert. Naja, für die IHK nicht so schlimm. Austreten geht ja nicht. Geld kommt rein egal was man macht.
Vielleicht beschweren sich ja ein paar "sozial kompetente" Manager/Mitglieder über diese Einladung. Den Preis würde ich auf jeden Fall nicht annehmen. Ist dass Image ja direkt dahin
08:09
Es scheinen sich alle einig zu sein, dass das ein Unding ist...Aber dann wählen doch wieder alle CDU...
03:14
Einfach mal lesen
http://www.bertelsmannkritik.de/index.htm
http://www.theintelligence.de/index.php/politik/kommentare/4505-bilderberg-treffen-die-fakten.html
00:54
Franjo Pooth (der von Verona) war mal Finalist des Wettbewerbs „Entrepreneur des Jahres“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young, mit der Jury-Begründung: „Nur ein Jahr nach der Gründung läuft Maxfield bereits altbekannten großen Herstellern den Rang ab“.
Das war 2006.
2008 hat er dann Insolvenz mit „Maxfield GmbH“ angemeldet.
Wollt ich nur mal erwähnt haben…
23:45
na das nenn ich mal nen griff ins klo.
22:53
Maschmeyer? Ist das nicht der, der dem Herrn Wulff zum Ehrensold verholfen hat? Also dafür hat er schon...also es war eine einsame Spitzenleistung, nach so kurzer Zeit im Amt. Da kann man das schon verstehen, das mit dem "Manager des Jahres". Ich stelle mir darunter immer jemanden vor, der weiß, wie man in Nullkommanix aus jedem...Dingens Geld macht. Also angstfrei mit mutigem Rückgrat vor den Gesetzen innovativ die Kasse klingeln lässt. Das kann nicht jeder.
Vielleicht könnte dieser Herr Maschmeyer den Politikern sogar weiterhelfen, wenn es mal um das Thema Staatsbankrott und so geht...
22:48
. . . die Orden meistens um die falschen Hälse gehängt. Die Selbstbeweihräucherung der "besseren Kreise" nervt nur noch. Egal ob sie aus der Politik, aus Verbänden oder der Wirtschaft kommen!
22:20
Maschis dümmliches Buch wird übrigens von einem Verlag des Bertelsmann-Konzerns verlegt, jenem Konzern an dessen Spitze Angela Merkels Freundin Liz Mohn steht und der seit Jahren mit all seinen Medien (TV-Sender, Zeitschriften, Verlage) erfolgreich Propaganda für Finanzindustrie, Privatisierungen und neoliberale "Reformen" betreibt. Alles eine Clique einer reichen und mächtigen Pseudoelite.
22:16
Mich wundert wofür man in Deutchland alles geehrt wird. Leider wird Ehrlichkeit, Nächsteliebe und fairer Umgang mit Mitarbeitern oder Kunden nicht gewürdgt.
22:12
Er ist doch echt ein tolles Vorbild, er zeigt wie man mit Betrug, Bestechung und Ausbeutung ein Vermögen ergaunert und wie man damit durchkommt obwohl jeder Bescheid weiß!