Marlies Obier und AWO-Werkstätten schaffen Kunstwerke
28.03.2010 | 17:13 Uhr 2010-03-28T17:13:00+0200Siegen/Netphen-Deuz/Ulm. Objekte der Siegener Konzeptkünstlerin Dr. Marlies Obier treten in diesen Tagen die Reise von den AWO Siegener Werkstätten in Netphen-Deuz nach Ulm an.
Für Obiers Projekt „was ich in meinem Garten fand” wurde die Ausführung des künstlerischen Konzeptes zu großen Teilen in den Siegener Werkstätten unter Beteiligung von Menschen mit Behinderung realisiert.
Überzeugt von der Qualität der Ergebnisse
Die Zusammenarbeit begann im Sommer 2008 mit der Ausstellung über die Gründerin der Arbeiterwohlfahrt, Marie Juchacz. „Die Verbindung bleibt”, sagt Obier. „Ich bin immer wieder aufs Neue von der Atmosphäre in den Werkstätten begeistert – besonders aber von der perfekten Arbeit, die dort geleistet wird.”
Vom 10. Juni bis zum 12. September sind im 28 Hektar großen Botanischen Garten der Universität Ulm, im „Rosengarten an der Donau”, im historischen „Furttenbachgarten am grünen Hof”, im Innenhof der „pro arte-Stiftung Kornhauskeller” und in der Stadtbibliothek im Herzen Ulms die Installationen Obiers zu sehen. Die drei Installationen von 21 blauen Wanderstäben an den Eingängen des Botanischen Gartens finden ihr Pendant in fünf blauen, je 2,40 Meter hohen Wanderstäben in der Stadt. Durch den Botanischen Garten und durch die Bibliothek führt jeweils ein „Sprachpfad”, neben dem Herbarium der Universität zur Pflanzenwelt Südamerikas werden „schwarze Botanisierkapseln” zu sehen sein – gefertigt im Siegener Technik Service, ebenfalls einer Werkstatt in Trägerschaft der AWO. Insgesamt sind 22 Installationen in dem von der Stadt Ulm, der Universität und der Kunststiftung gemeinsam getragenen Projekt zu sehen.
Können weit über die Region hinaus sichtbar
Nach diesem Ausflug ganz in den Süden Deutschlands folgt in diesem Jahr noch ein weiteres gemeinsames Vorhaben der Künstlerin und der AWO, diesmal im Museum „Abtei Liesborn” im Münsterland. Die Mitarbeiter der Siegener Werkstätten haben damit eine weitere Gelegenheit, ihr Können weit über die Region und ihr industrielles Aufgabenspektrum hinaus zu zeigen.
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