Marie und Noah – die beliebtesten Baby-Namen in Siegen

Insgesamt hat das Siegener Standesamt im Jahr 20142257 Geburtsurkundenausgestellt.
Insgesamt hat das Siegener Standesamt im Jahr 20142257 Geburtsurkundenausgestellt.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Marie und Noah verdrängen Sophie und Ben von Platz 1 in Siegen. Und ziehen später vielleicht mit Rocco-Joél, Stiven und Manfred um die Häuser.

Siegen.. Marie und Noah sind die beliebtesten Vornamen im Jahr 2014. Sophie und Ben wurden damit von Platz 1 verdrängt – das Siegener Spitzenreiterpaar seit 2012. Laut Verena Rink, Leiterin des Standesamtes, sind die alten Namen beliebt. Eltern setzen aber auch auf Individualität wie bei Shanel, Salsabille oder Youniss.

Insgesamt hat das Siegener Standesamt im abgelaufenen Jahr 2257 Geburtsurkunden ausgestellt. Damit wurden knapp 90 Kinder mehr als im Jahr 2013 geboren. Da ein Großteil der Eltern ihren Wohnsitz gar nicht in Siegen hat (2013 waren es 69 Prozent), die Babys aber im Siegener Standesamt registriert werden, ist die Statistik auch aussagekräftig für das komplette Siegerland.

Top Ten

Populär sind seit Jahren für Mädchen die Namen Marie, Sophie, Mia und Emma; bei den Jungen Noah, Paul, Leon, Luca und Alexander. Neu in den Top Ten sind Anna und Hanna (ohne h). Bei den Knaben sind Jonas, Emil und Maximilian neu, David, Lukas und Jakob rutschen runter.

Eltern setzen auf altbewährte Namen mit Abwandlungen: Maria mit Marie und Mia, Johanna mit Hannah und Hanna oder Henri mit i oder y. Wie schon in den Jahren zuvor sind biblische Namen beliebt. Der häufigsten Namen mit muslimischem Hintergrund sind Muhammed (7), Bilal (5) und Berat (4), und bei den Mädchen Elif (5), Esma (4) und Zeynep (4).

Kurioses

Ungewöhnliche Vornamen sind laut Standesbeamtin Verena Rink eher die Ausnahme. In einigen Jahren wird jedoch eine kleine Shanel in Siegen zur Schule gehen, zusammen mit Hayley und Hope. Sie werden dann geärgert von Jojo, Logan-Tyler und Perparim. Wealth und Soleil werden vielleicht beste Freundinnen – Reichtum und Sonne, passt doch schön. Und die Mädchen ziehen mit Rocco-Joél, Stiven und Manfred um die Häuser.

Kleine Weltmeister

Geboren im Weltmeisterjahr, das schlägt sich auch in den Namen nieder. Der Name Mats wurde 15 Mal vergeben. Ob das mit dem WM-Fußballer Mats Hummels zusammenhängt? Möglich. Auch 23 kleine Philipps (in fünf Schreibweisen: Phillip/Philip/Phillipp/Philipp/Filip) sind dabei. Gefolgt von Toni (6), Manuel (4), Bastian (2), Mario (2), Miroslav/Miro (2) und Sami (2). Kevin und Jogi sucht man vergeblich.

Deutschlandtrend

In Deutschland liegen Emma und Ben auf Platz 1. Bei den Mädchen folgen Ex-Spitzenreiter Mia und Hanna/Hannah, bei den Jungen Luis/Louis und Paul. Felix dagegen fällt aus der Top-Ten-Liste heraus. In Deutschland gibt es keine zentrale Vornamen-Statistik. Allerdings erstellt Namensforscher Knud Bielefeld seit vielen Jahren eine Rangliste auf. Grundlage sind in diesem Jahr 181 300 Geburtsmeldungen aus mehr als 450 Kliniken und Standesämtern. Das entspricht nach Angaben des Namensforschers rund 27 Prozent aller Neugeborenen im Jahr 2014.

Vertan, vertan!

Sobald die Geburtsurkunde ausgestellt ist, kann der Name nicht mehr geändert werden. Es passiere immer wieder einmal, dass Eltern noch einmal zum Standesamt kommen, weil sie vielleicht doch eine andere Schreibweise besser finden, so Standesbeamtin Verena Rink. Möglich sei das nur dann noch über das Personenstandsgericht, wenn man glaubhaft machen könne, dass das Standesamt etwas falsch eingetragen habe, erläutert sie. Beide Eltern müssen die Namens-Anmeldung unterschreiben. Da soll es auch Fälle gegeben haben, dass die Oma dem Kind bei der Anmeldung heimlich noch ihren Wunschnamen eintragen ließ.

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