Mann durch Messer in Freudenberg verletzt - Lebensgefahr

Die vermutliche Tatwaffe wurde von der Polizei gefunden und sichergestellt.
Die vermutliche Tatwaffe wurde von der Polizei gefunden und sichergestellt.
Foto: Jürgen Schade
Was wir bereits wissen
Streit mit tragischem Ausgang in einem Asylbewerberheim in Freudenberg. Ein junger Mann wurde durch einen Messerstich lebensgefährlich verletzt.

Freudenberg.. In der Nacht zu Sonntag kam es nach ersten Erkenntnissen der Polizei in einer Asylbewerberunterkunft in Freudenberg im Siegerland zu einem Streit zwischen einem 22-jährigen Nordafrikaner und einem 26-jährigen Mann aus Eritrea. Der Nordafrikaner erlitt eine lebensgefährliche Schnittverletzung, der 26-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Die Mordkommission Hagen ermittelt.

Unterkunft mit acht Bewohnern

"Bei der Unterkunft handelt es sich um eine vergleichsweise kleine Unterkunft, die lediglich von acht Migranten bewohnt wird. Sowohl der 22-Jährige als auch der 26-Jährige sind Bewohner der Unterkunft", heißt es in einer Sondermeldung von Staatsanwaltschaft Siegen, Mordkommission Hagen und Polizei Siegen-Wittgenstein.

Der 22-jährige Mann aus Nordafrika wurde vor Ort durch einen Notarzt behandelt und dann in ein Krankenhaus gebracht. Dort musste er notoperiert werden. Am Sonntagmorgen kämpfte der 22-Jährige weiter mit seinem Leben.

Dringender Tatverdacht

"Unter dringendem Tatverdacht eines versuchten Tötungsdeliktes wurde der unter Alkoholeinfluss stehende 26-jährige Eritreer von der Polizei vorläufig festgenommen", erklären Patrick Baron von Grotthuss (Staatsanwaltschaft Siegen), Detlev Rennwanz (Kriminalhauptkommissar Mordkommission Hagen) und Georg Baum (Pressesprecher Polizei Siegen-Wittgenstein).

Die vermutliche Tatwaffe wurde von der Polizei in der Asylbewerberunterkunft gefunden und sichergestellt. Die Motivlage beziehungsweise der Grund des Streits ist noch unklar.

Tatgeschehen rekonstruieren

Die weiteren Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Mordkommission befinden sich noch in einem Anfangsstadium. Aktuell wollen die Ermittler das genaue Tatgeschehen rekonstruieren und dessen Hintergründe aufzuhellen. (dw)