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Kreisverkehrsausschuss

Lützel ist von der „FELS“ abgebröckelt

02.09.2010 | 20:45 Uhr
Lützel ist von der „FELS“ abgebröckelt
Sanierungsbedarf: Die neue Siegtalbrücke könnte gleich sechsspurig gebaut werden.

Siegen-Wittgenstein.Die „FELS“, so wie die politische Mehrheit in der Region sie sich wünscht, wird es nicht geben. Von einer „Kette“ von Ortsumgehungen, sagt Ludger Siebert, , „darf ich nicht mehr reden.“ Denn: „Lützel ist gestorben.“

Das ist das Ergebnis des „besonderen naturschutzfachlichen Planungsauftrags“ für diesen Abschnitt der B 508 n: „Der Naturraum ist sehr sensibel, wir kommen nicht durch“, berichtete der Leiter der Siegener Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau dem Kreisverkehrsausschuss. Damit bleiben von der Straßenverbindung im Zuge der B 508 nur noch die Umgehungen Kreuztal, Ferndorf, Hilchenbach und Erndtebrück übrig. Allen Abschnitten ist im Bundesfernstraßenbedarfsplan höchste Priorität eingeräumt worden, hinter Ferndorf aber wegen der großen FFH-Naturschutzgebiete jeweils mit dem zusätzlichen Planungsauftrag.

Siebert zu Remmel

Eine Alternative für Lützel gibt es nicht. Ein Untertunnelung der jetzigen Ortsdurchfahrt sei für täglich nur 10 000 Fahrzeuge nicht zu begründen. Überlegt wird nun noch, den Bahnübergang Altenteich aufzuheben und die B 62 zwischen Erndtebrück und Lützel mit einer dritten Spur als Überholmöglichkeit auszustatten.

Auch für die Südumgehung Kreuztal gebe es „einige Fragestellungen aufgrund der neuen Konstellation“, deutete Siebert Konsequenzen aus dem Regierungswechsel in Düsseldorf an. So werde er Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) in der kommenden Woche darlegen müssen, warum die Anschlussbauwerke in der geplanten Dimensionierung erforderlich seien und warum auf eine Grünbrücke über der Umgehung verzichtet wird. Ansonsten, so Siebert, „könnten wir gleich morgen die Planfeststellung einleiten.“ Bereits im Gespräch mit unserer Zeitung hatte Remmel gefordert, die Kreuztaler Umgehung „auf den Prüfstand“ zu stellen.

Der Ausschuss reagierte erschreckt. „Wenn alles wieder in Frage gestellt wird, können wir die Lichter ausmachen“, sagte Vorsitzender Hans-Georg Grebe (FDP) aus ­Erndtebrück. „Da kann einem ganz mulmig werden“, fand der Hilchenbacher André Jung (CDU). Ludger Siebert bekannte sich zu einer neuen Erfahrung: „Ich muss mich noch daran gewöhnen, dass sich Planungsaufträge ändern können.“ Der Siegener Straßen-NRW-Chef gab seine Einschätzung weiter, dass in Düsseldorf nicht bloß die Linie der 2005 abgelösten rot-grünen Bundesregierung fortgesetzt wird, unter der der noch geltende Fernstraßenbedarfsplan entstand: „Jetzt ist noch ein bisschen mehr passiert.“

Sechsspurige A  45

Dass es aber richtig sein kann, dem Erhalt von Straßen den Vorrang vor dem Neubau zu geben, machte Siebert am Beispiel der A 45 deutlich: Die Talbrücken halten der Belastung mit 80 000 Fahrzeugen am Tag nicht mehr stand; sie müssen in den nächsten 20 Jahren neu gebaut werden. In diesem Zuge werde der sechsspurige Ausbau auch zwischen Olpe und Landesgrenze möglich, verbunden mit besserem Lärmschutz: „Eine Chance für die Region.“

Die „FELS“, so wie die politische Mehrheit in der Region sie sich wünscht, wird es nicht geben. Von einer „Kette“ von Ortsumgehungen, sagt Ludger Siebert, , „darf ich nicht mehr reden.“ Denn: „Lützel ist gestorben.“

Das ist das Ergebnis des „besonderen naturschutzfachlichen Planungsauftrags“ für diesen Abschnitt der B 508 n: „Der Naturraum ist sehr sensibel, wir kommen nicht durch“, berichtete Siebert dem Kreisverkehrsausschuss. Damit bleiben von der Straßenverbindung im Zuge der B 508 nur noch die Umgehungen Kreuztal, Ferndorf, Hilchenbach und Erndtebrück übrig. Allen Abschnitten ist im Bundesfernstraßenbedarfsplan höchste Priorität eingeräumt worden, hinter Ferndorf aber wegen der großen FFH-Naturschutzgebiete jeweils mit dem zusätzlichen Planungsauftrag.

Siebert zu Remmel

Eine Alternative für Lützel gibt es nicht. Ein Untertunnelung der jetzigen Ortsdurchfahrt sei für täglich nur 10 000 Fahrzeuge nicht zu begründen. Überlegt wird nun noch, den Bahnübergang Altenteich aufzuheben und die B 62 zwischen Erndtebrück und Lützel mit einer dritten Spur als Überholmöglichkeit auszustatten.

Auch für die Südumgehung Kreuztal gebe es „einige Fragestellungen aufgrund der neuen Konstellation“, deutete Siebert Konsequenzen aus dem Regierungswechsel in Düsseldorf an. So werde er Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) in der kommenden Woche darlegen müssen, warum die Anschlussbauwerke in der geplanten Dimensionierung erforderlich seien und warum auf eine Grünbrücke über der Umgehung verzichtet wird. Ansonsten, so Siebert, „könnten wir gleich morgen die Planfeststellung einleiten.“ Bereits im Gespräch mit unserer Zeitung hatte Remmel gefordert, die Kreuztaler Umgehung „auf den Prüfstand“ zu stellen.

Der Ausschuss reagierte erschreckt. „Wenn alles wieder in Frage gestellt wird, können wir die Lichter ausmachen“, sagte Vorsitzender Hans-Georg Grebe (FDP) aus ­Erndtebrück. „Da kann einem ganz mulmig werden“, fand der Hilchenbacher André Jung (CDU). Ludger Siebert bekannte sich zu einer neuen Erfahrung: „Ich muss mich noch daran gewöhnen, dass sich Planungsaufträge ändern können.“ Der Siegener Straßen-NRW-Chef gab seine Einschätzung weiter, dass in Düsseldorf nicht bloß die Linie der 2005 abgelösten rot-grünen Bundesregierung fortgesetzt wird, unter der der noch geltende Fernstraßenbedarfsplan entstand: „Jetzt ist noch ein bisschen mehr passiert.“

Sechsspurige A  45

Dass es aber richtig sein kann, dem Erhalt von Straßen den Vorrang vor dem Neubau zu geben, machte Siebert am Beispiel der A 45 deutlich: Die Talbrücken halten der Belastung mit 80 000 Fahrzeugen am Tag nicht mehr stand; sie müssen in den nächsten 20 Jahren neu gebaut werden. In diesem Zuge werde der sechsspurige Ausbau auch zwischen Olpe und Landesgrenze möglich, verbunden mit besserem Lärmschutz: „Eine Chance für die Region.“

DerWesten

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Kommentare
03.09.2010
17:58
Lützel ist von der „FELS“ abgebröckelt
von ea | #2

Die einzig vernünftige Lösung war und ist der Weiterbau der A4.

03.09.2010
13:01
Lützel ist von der „FELS“ abgebröckelt
von Deuker | #1

Dann bleibt ja nur noch die Möglichkeit, Wittgenstein koplett zu Räumen, einen Zaun rundum zu bauen und ein Betretungsverbot auszusprechen. Naurschutz pur...

Und falls die notwendige Südumgehung auch gestorben sein sollte, dann am Besten schon auf der Autobahn darauf hinweisen, dass es in Kreuztal nur noch stehenden Verkehr gibt.

Wäre damals die A4 gebaut worden, hätten wir das Theater jetzt nicht. Der Erfolg anderer Autobahnen gäbe dem Bau recht.

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