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Linke für Erhalt des Löhrtorbades

23.01.2015 | 00:11 Uhr

Siegen. Die Fraktion der Linken sammelt Unterschriften gegen eine mögliche Schließung des Hallenbades am Löhrtor. Am vergangenen Mittwoch erst diskutierte der Sport- und Bäderausschuss über Zahlen der Verwaltung, die die Schließung des Bades aus Kostengründen nahelegen. Bereits da hatte die Linke moniert, dass diese nicht nachvollziehbar seien.

„Das ist das typische Vorgehen der Verwaltung, die Sau durch’s Dorf zu jagen und zu gucken, was passiert“, ärgert sich Martin Gräbener, Franktionschef der Linken im Siegener Rat. „Die Zahlen werden nicht konkret begründet.“ Es sei unklar, was überhaupt an Sanierungsarbeiten in den Bädern anfiele. „Um das zu beurteilen, müsste ich die Gutachten lesen können“, sagt er bestimmt. „Selbst wenn die Stadt alle drei Bäder schließt, ändert das nichts an der finanziellen Situation.“ Die Verwaltung versuche das auf dem Rücken der Bevölkerung abzuladen.

Schon 2010 haben CDU und SPD versucht das Bad zu schließen. Schon damals habe es eine Unterschriftenaktion gegeben. „Das hat Einfluss auf die Politik“, betont er. „Wir gehen davon aus, dass wir das auch diesmal schaffen.“ Die Finanzen der Kommunen ließen sich nur mit Hilfe von Land und Bund in Form anderer Mittelzuweisungen retten. Durch die Schließung des Bades zu sparen bringe nichts. „Das soziale Leben findet in den Kommunen statt und Schwimmbäder sind ein Bestandteil dessen“, sagt der Fraktionschef.

Verwunderung über Diskussion

Eine Gruppe Kinder kommt am Stand vorbei und verschwindet im Hallenbad. Sie kommen vom Kinder- und Jugendtreff K52 in der Heidenbergstraße. Leiterin Sabine Prochnow-Gatz bleibt stehen und setzt ihr Kürzel auf der Unterschriftenliste. „Wir gehen hier jede Woche mit den Kindern schwimmen und bieten auch Schwimmtrainings an“, sagt sie. „Wir wollen nicht nach Weidenau oder Eiserfeld.“ Sie seien auf ÖPNV angewiesen und das Löhrtorbad liege zentral. Ihre Einrichtung sei lediglich drei Kilometer entfernt.

Frank Fischer, der oben in der alten Hausmeisterwohnung des Bades wohnt, wundert sich über die Diskussion um eine mögliche Schließung. „Ich sehe doch jeden Tag, was hier an Schulbussen kommt“, sagt er. „Gerade weil das Bad so zentral ist, können viele hierhin kommen.“ Seiner Meinung nach könne die Stadt besser hier als anderswo investieren.

Zentralität ist auch für Heinz Michels ein wichtiger Punkt. „Hier kann man das Schwimmen auch mit anderen Aktivitäten wie Einkaufen oder Theater verbinden,“ sagt er. „Das ist vielleicht für die neuen Studenten wichtig, die kommen.“ Sie seien sicher, dass die Mehrheit der Bevölkerung hinter ihnen stehe, so Gräbener. Am Ende des Tages haben nach seinen Angaben bereits weit über 100 Menschen unterschrieben.

Max Kölsch

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Linke für Erhalt des Löhrtorbades
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2015-01-23 00:11
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