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Letzter Baustein für Brandschutz

07.02.2012 | 17:55 Uhr
Letzter Baustein für Brandschutz
Das neue Feuerwehrgerätehaus in Rot (wie sollte es auch anders sein) gehalten.

Siegen.Der letzte Baustein des Brandschutz-Bedarfsplans aus dem Jahr 2001 ist noch nicht umgesetzt, da tüftelt die Wehrführung schon an der Fortschreibung. Allerdings – und das ist das Ergebnis der millionenschweren Planungen – tut sie dies seit 2010 in der neuen Hauptwache.

Sie war mit rund 12 Millionen Euro der dickste Brocken im Kozept. Dagegen fallen die beiden neuen Gerätehäuser in Kaan und im Alchetal vergleichsweise bescheiden aus. Kaan wurde im vergangenen Jahr eingeweiht und hat 876 000 Euro gekostet. Mit dem Bau eines vergleichbaren Hauses im Alchetal soll noch im Frühjahr begonnen werden. Im Bauausschuss wurden jetzt die Planungen für das 935 000 Euro teure Vorhaben vorgestellt. Es soll zwischen der Freudenberger Straße und der L 562 erstellt werden.

Erreichbarkeit ist dann sichergestellt

Das Gebäude ähnelt dem Vorhaben in Kaan. Allerdings fallen die Umkleiden etwas größer aus, weil hier mehr Feuerwehrmänner und -frauen ihren ehrenamtlichen Dienst verrichten. Im oberen Stockwerk gibt es einen Schulungs- und einen Jugendraum sowie ein Büro. Auf dem Übergang zwischen den beiden Gebäudeteilen ist eine Terrasse vorgesehen. Der Übungshof fällt dagegen vergleichsweise klein aus, weil flächensparend geplant wurde. Nach der Fertigstellung ist zumindest der bauliche Teil des Konzepts, welches alle 23 Feuerwehrgerätehäuser in Siegen betrifft, abgeschlossen. Die anderen Häuser wurden modernisiert, renoviert und teilweise ausgebaut. Lediglich in Kaan, im Alchetal und vor allem der Ersatz der Hauptwache in der Fludersbach waren unumgänglich, zieht Matthias Ebertz, Chef der Hauptwache, Bilanz. Mal sind es die Unfallverhütungsvorschriften, die zum Handeln zwingen – zum Beispiel durfte die Bekleidung nicht mehr hinter den Fahrzeugen gelagert werden. Oder neue Fahrzeuge passten nicht mehr in die alten Garagen.

Neben allen baulichen Problemen war vor allem die Erreichbarkeit der einzelnen Standorte ein Problem. Denn selbst den hauptamtlichen Feuerwehrleuten gelang es vor allem nachmittags nicht mehr, rechtzeitig in Geisweid oder auf dem Haardter Berg zu sein, weil die Einsatzkräfte im Stau auf der Frankfurter Straße steckenblieben. „Die HTS-Anbindung war für uns wichtig“, betont Ebertz. Jetzt sind alle Bereiche binnen acht Minuten zu erreichen.

Möglich ist das auch, weil seit dem Jahr 2001 eine Vielzahl von Fahrzeugen ausgetauscht wurden. „Wir hatten Fahrzeuge, die bergauf nicht schneller als 15 Stundenkilometer waren“, erinnert Ebertz an den überalterten Fuhrpark. Jetzt werden pro Jahr rund eine halbe Million Euro in den Fahrzeugpark investiert. Je nach Größe der Fahrzeuge reicht dies für den Austausch von zwei bis vier Fahrzeugen.

Aber auch in die Technik wurde kräftig investiert. Stand 2001 im Konzept, dass noch 48 Funkempfänger fehlen, sind heute längst alle Einsatzkräfte mit digitalen Empfängern ausgestattet.

Personalgewinnung ist die Herausforderung

Daher legt die Wehrführung im neuen Plan vor allem auf die Gewinnung des Personals großen Augenmerk. Denn der Feuerwehr fehlt es an Nachwuchs. Und die Arbeitgeber machen immer größere Probleme – die Freistellung ist zwar eine Pflicht. Aber immer mehr Feuerwehrleute machen sich Sorgen um ihren Job.

Alexander Völkel

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