Leitungen per Hubschrauber kontrolliert

Siegen-Wittgenstein..  Ein Hubschrauber kontrolliert ab Dienstag, 23. Juni, in Siegen-Wittgenstein die 110 000-Volt-Leitungen des RWE-Verteilnetzbetreibers Westnetz. In einer Höhe von 20 bis 40 Metern fliegt der Hubschrauber langsam über die Mastspitzen an den Leitungen vorbei, um mögliche Schäden zu dokumentieren. Der langsame Tiefflug erzeugt für Beobachter den falschen Eindruck, dass der Hubschrauber sich in den Leitungen verfangen hätte.

Alle zwei Jahre bringt Westnetz einen Hubschrauber für die große Inspektion seiner Leitungen in die Luft. Während bei den Kontrollen vom Boden aus nur ein Teil der möglichen Schäden entdeckt werden können, offenbart der Blick von oben jeglichen Handlungsbedarf. Die erfahrenen Monteure an Bord entdecken sofort Schäden an Isolatoren oder Freileitungen, teilt das Unternehmen mit. In erster Linie sind Blitzeinschläge die Ursachen. Die Schäden werden später an Kollegen aus den Serviceteams weitergegeben, die sich um die Behebung kümmern. Im RWE-Netzgebiet zwischen Sauer- und Siegerland bis zum Rhein ist der Hubschrauber eine Woche unterwegs. Genug Zeit, um 2000 Kilometer Hochspannungsleitungen – genauer, Stromkreislängen, es werden die Leitungslängen pro Stromkreis gerechnet; sind zum Beispiel zwei Stromkreise pro Mast aufgehängt, entspricht das der doppelten Länge – und 1300 Masten zu begutachten. Ebenfalls wird der Abstand der Baumspitzen zu den Leitungen geprüft.