"Leichtere" Arbeiten bald im Museum Künstler mit Weltrang und Siegener Bezug am Unteren Schloss
10.02.2008 | 15:05 Uhr 2008-02-10T15:05:29+0100Siegen. (mku) Am kommenden Sonntag wird sie eröffnet, die Ausstellung mit insgesamt 50 Arbeiten von Richard Serra im Museum für Gegenwartskunst. Für Dr. Eva Schmidt ist Serra neben den Bechers der wichtigste Vertreter moderner Kunst mit Bezug zu Siegen.
Mit dem fotografierenden Paar, dessen Fachwerkhäuser ebenfalls aktuell wieder im Museum zu sehen sind, verbinde Serra die Generation sowie die gleiche "fundamentalistische Annäherung an die Kunst", sagt die Museumsleiterin.
Seit Jahren schon lässt der bekannte New Yorker Richard Serra seine großen Skulpturen beim Siegener Unternehmen Pickhan fertigen, ist auch immer wieder vor Ort zu finden. "Ich finde es toll, dass ein Künstler dieses Ausmaßes herkommt, zum Metzger an der Ecke geht und den persönlichen Kontakt mit den Mitarbeitern sucht", bringt Wolfgang Suttner seine Bewunderung zum Ausdruck, die schon 1977 in Bochum beim ersten Anblick einer Serra-Skulptur begonnen habe. Damals habe es im Ruhrgebiet eine heftige Kontroverse um diese Art Kunst gegeben, ergänzt Prof. Dr. Christian W. Thomsen für die Sparkassenstiftung.
Kreis und Stiftung haben sich an der Finanzierung der Ausstellung beteiligt, daneben noch der Freundeskreis und das RWE. Sie haben mit rund 30 000 Euro dafür gesorgt, dass Werke des Künstlers aus den USA, Korea und Deutschland für drei Monate nach Siegen kommen.
Zeichnungen und Grafiken werden ab nächste Woche im Museum zu sehen sein. "Die großen Skulpturen können wir hier natürlich nicht zeigen", sagt Dr. Eva Schmidt. Dafür werde es aber Filme geben, unter anderem auch über die Entstehung der monumentalen Werke im Geisweider Betrieb von Friedhelm Pickhan.
Dort ist gerade jetzt wieder eine Arbeit im Entstehen, sobald es sich lohnt, sollen Exkursionen durchgeführt werden. Die ersten Anmeldungen gibt es bereits.
Wolfgang Suttner hebt den kreativen Anteil der Arbeiter bei der Entstehung der Werke hervor und vergleicht die Umstände mit denen in der Werkstatt Picassos. "Oder Rubens", sagt Prof. Dr. Thomsen.
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