Krisenmanagement gemeinsam angehen

Siegen..  Ziel eines neuen Projektes der Universität Siegen ist ein effektiver Umgang mit Katastrophen wie der Jahrhundertflut oder Orkanen wie Kyrill. Unter dem Titel „Unterstützung der Kooperation mit freiwilligen Helfern in komplexen Einsatzlagen“ (Kokos) erforschen die Wissenschaftler, unterstützt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Methoden, technische Konzepte sowie IT-Werkzeuge, die die Bevölkerung als aktiven Partner besser in das Krisenmanagement einbeziehen können.

Mit 1,7 Millionen Euro wird das Projekt unterstützt. „In den vergangenen Jahren haben soziale Medien neue Möglichkeiten geschaffen, schnell Informationen zu verbreiten sowie sich zusammenzuschließen, um gemeinsame Hilfsaktivitäten zu koordinieren“, so Projektpartner Professor Gebhard Rusch vom Institut für Medienforschung der Uni Siegen. Durch eine Kooperation von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben und der Bevölkerung lasse sich die Sicherheit auch jenseits teurer Investitionen in die Infrastruktur verbessern. Die beteiligten Forscher untersuchen in den nächsten drei Jahren, wie vorhandene Strukturen in die Bewältigung größerer Krisenlagen sinnvoll einbezogen werden können.