Kreuztaler Bibliothek mit geringem Etat

Kreuztal..  Die Kreuztaler Stadtbibliothek hat im Vergleich von Städten mit einer Einwohnerzahl zwischen 18 000 und 49 000 Einwohnern landesweit den geringsten Etat. Das ist der Vorlage für den Kulturausschuss zu entnehmen, der am Dienstag, 3. Februar, ab 17 Uhr im Café Basico an der Hüttenstraße tagt und sich mit dem Haushaltsplanentwurf im kulturellen Bereich beschäftigen wird.

Unter den 14 vergleichbaren Kommunen von Versmold bis Werne liegt die Kreuztaler Bücherei mit 41 562 Medien an elfter, aber bei der Zahl der Ausleihen an achter Stelle. Gleichwohl wird in diesem Jahr – auch wegen des Umzugs in das neue Gebäude – erhöhter Mittelbedarf festgestellt, der sich beim sächlichen Aufwand, bei den Geschäftsaufwendungen und der Unterhaltung des beweglichen Vermögens auf 23 800 Euro belaufen wird.

Kulturveranstaltungen

Auch die Kulturveranstaltungen gehören zum Haushaltspaket, das der Kulturausschuss berät. So wurde 2014 aus den Einnahmen der 31 Veranstaltungen, die von 11 845 Menschen (durchschnittlich 382 pro Veranstaltung) besucht wurden, ein Plus von 7200 Euro erzielt. Preislich liegt Kreuztal im regionalen Vergleich im mittleren Bereich.

Nach 20-jährigem Betrieb werden die Aufwendungen für die Stadthalle stetig größer, ist dem Etatentwurf ferner zu entnehmen. Erträgen von 29 300 Euro standen Aufwendungen von 201 300 Euro gegenüber. Wegen der hohen Belegungsdichte – 180 Mal im Jahr – seien laufend bühnen- und veranstaltungstechnische Ersatzbeschaffungen und Reparaturen notwendig.

Bei der Weißen Villa, dem anderen zentralen Veranstaltungsort, lagen die Erträge zuletzt bei 66 700 Euro und die Aufwendungen bei 206 400 Euro. Dort und in der Gelben Villa wurden 2014 insgesamt 2800 Belegungen registriert.