Kreuztal schafft Wohnraum in der Innenstadt

Bürgermeister Walter Kiß mit den Architekten Stephan Almasi und Werner Seelbach, Stadtbaurat Eberhard Vogel und Projektentwickler Bernd-Udo Flick (von links)Foto:hn
Bürgermeister Walter Kiß mit den Architekten Stephan Almasi und Werner Seelbach, Stadtbaurat Eberhard Vogel und Projektentwickler Bernd-Udo Flick (von links)Foto:hn
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Kreuztal..  Die Stadt Kreuztal räumt der Schaffung weiteren Wohnraums im Stadtzentrum mit Hilfe privater Investoren besonderen Vorrang ein. Das ehemals gewerblich genutzte und von der Kommune erschlossene Heugraben-Gelände wird Standort von zwei Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 17 Wohnungen, von denen 13 schon verkauft sind. Realisiert wird das Vorhaben vom Siegener Bauunternehmen Runkel nach Plänen der Siegener Architekten Stephan Almani und Werner Seelbach. Der Baubeginn ist erfolgt, Fertigstellung soll im Mai 2016 sein.

Attraktives Zentrum zieht an

Wenn das Objekt bezugsfertig ist, werden innerhalb von drei Jahren rund 70 neue Wohnungen in der engeren Stadtmitte entstanden sein: Nach der Martin-Luther-Straße, dem Neubau Marburger Straße und demnächst auch die Wohnanlage am neuen Dornseifer-Markt ist der Heugraben das vierte größere Wohnprojekt im näheren Umfeld von Rathaus und Marktplatz.

Wo einst das Kreuztaler Elektrizitätswerk und eine seit einigen Jahren näher an die Ferndorf verlagerte Trafostation standen, sind alle Optionen für eine weitere Bebauung offen. Denn die Stadt hat bislang lediglich 1600 Quadratmeter vom Heugraben verkauft, eine ebenso große Fläche gleich nebenan steht für künftige Investoren zur Verfügung. Angrenzend an die neue Wohnanlage befindet sich der vor einigen Jahren angelegte Mehrgenerationenpark mit dem neuen Fußweg zwischen Kulturbahnhof und Zentrum.

Bürgermeister Walter Kiß sieht in dem Projekt einen weiteren Baustein in der Komplettierung der Innenstadt: „Es wird anerkannt, dass wir in Kreuztal eine Menge machen.“ Nicht nur durch die neue Bibliothek und den Einzelhandel solle Frequenz im Zentrum geschaffen werden, also Belebung durch Büchereinutzer und Kunden der vorhandenen Geschäfte, sondern auch durch Vorhaben wie das jetzt begonnene, das weitere Bewohner anzieht.

Für jede der zwischen 57 und 144 Quadratmeter großen Wohnungen wird ein Tiefgaragenparkplatz zur Verfügung stehen. Derzeit schachtet ein Bagger die Baugrube aus. Dabei sind massive Betonfundamente früherer Bauwerke sichtbar geworden, die bei der Planung nicht vorhersehbar gewesen waren und deshalb zusätzliche Arbeiten erfordern.