Kreispolizei warnt vor Personal-Engpass ab 2018

Weidenau..  Die Personalsituation der Polizei war ein Thema beim Besuch des Landtagsabgeordneten Falk Heinrichs (SPD) bei der Kreispolizeibehörde in Weidenau. Heinrichs ist Mitglied des Innenausschusses im Landtag. „Verbesserungen sind stets vorstellbar, aber unsere heutige Personalausstattung gestattet aus meiner Sicht eine vernünftige Erledigung der anstehenden polizeilichen Aufgaben“, sagte Polizeidirektor Franz-Josef Hahmann. Sorge bereite der demographische Wandel. Es werde ab 2018 nicht mehr möglich sein, alle Pensionierungen durch Neueinstellungen aufzufangen. An dem Gespräch nahmen neben Hahmann auch Landrat Andreas Müller, der die Abteilung Polizei der Kreispolizeibehörde leitet, und der stellvertretende Polizeidirektor Wilfried Bergmann teil.

Die Gesprächsteilnehmer begrüßten das von Landesregierung und Landtag kürzlich beschlossene Anti-Terror-Paket, das den Aufbau zusätzlicher Stellen bei der Polizei vorsieht. Da dieses neue Personal zunächst ausgebildet werden muss, müssen Behörden zunächst Beamten für diese Aufgabe freistellen. Bei der Kreispolizeibehörde Weidenau werden davon in den nächsten Jahren etwa drei bis vier Stellen betroffen sein, so Hahmann.

Sicherheitslage in Burbach Thema

Heinrichs sprach die Sicherheitslage im Umfeld der beiden Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Burbach und Bad Berleburg an. Polizeidirektor Wilfried Bergmann bestätigte, dass sich die Situation – auch in Burbach nach den Turbulenzen 2014 – „eigentlich gut entwickelt und beruhigt“ habe. Die aktuelle Kriminalitätsstatistik zeige keine besonderen Auffälligkeiten. Der Trend sei auch eine Folge stärkerer Polizeipräsenz, hieß es weiter.

Weitere Themen waren die Dienstrechtsreform bei der Polizei und die seit der Föderalismusreform unterschiedliche Besoldungsgesetzgebung in den Bundesländern.