Kreis hat seinen 23. Studienpreis verliehen
27.03.2010 | 19:00 Uhr 2010-03-27T19:00:00+0100
Siegen. Der Kreis Siegen-Wittgenstein hat seinen 23. Studienpreis verliehen. „Diese Abschlussarbeiten haben einmal mehr gezeigt, welch qualitativ hochwertige Forschungsarbeit an der Universität Siegen geleistet wird”, sagte stellvertretender Landrat Jürgen Althaus.
Althaus verlieh die Auszeichnungen an Inga Ziegert und Dr. Udo Hagedorn von der Universität Siegen. Peter Haring Bolívar, Prorektor der Universität Siegen, unterstrich, dass die Region mit dem Regionale-Prozess intensiv dabei ist, in größeren Formaten eine bisher nie da gewesene Vernetzung von Aktivitäten in Südwestfalen zu initiieren und damit die Weichen für eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit und „zu einer nachhaltigen Stärkung der Kultur und Tradition der Region” zu stellen. „Als Universität begegnen wir dem zunehmenden Wettbewerb und Innovationsdruck mit verschiedensten signifikanten Maßnahmen.” Haring Bolívar nannte die Umstrukturierung der Universität zu vier Fakultäten, „wodurch mit einem interdiziplinär gestärkten Profil die überregionale und internationale Bedeutung der Universität gesteigert werden soll”, außerdem die Planung eines Automotive-Centers mit der südwestfälischen Automobilzulieferindustrie sowie die Positionierung im Exzellenzwettbewerb.
Integration von
Stadt und Universität
Die ausgezeichnete Dissertation von Dr. Udo Hagedorn befasst sich mit dem Thema „Selbstorganisiertes Lernen in der Berufsausbildung”. Das Kernstück der Doktorarbeit von Udo Hagedorn ist bildungstheoretischer Natur. Er zeigt ein Modell auf, mit dem sich berufliche Ausbildungsprogramme und Curricula evaluieren lassen – einerseits in Bezug auf die Ziele, die mit dem jeweiligen Programm erreicht werden sollen, andererseits mit Blick auf deren tatsächliche Berücksichtigung in der Programmumsetzung.
Die Bachelorarbeit von Inga Ziegert beleuchtet die Siegener Biennale 2009, Schwerpunkte sind die Konzeption und Rezeption dieses Festes. Inga Ziegert habe mit der Analyse der Siegener Biennale 2009 nicht nur eine Arbeit von hohem regionalen Interesse abgeliefert, sagte Dr. Brigitte Pichon, die die Bachelorarbeit betreut hat. „ Sie hat auch gezeigt, dass sie sensibel und klug die spezifische Siegener Situation erfasst hat.” Eine solche Arbeit für den Kreis Siegen-Wittgenstein sei nicht nur hinsichtlich der Integration zwischen Universität und Region wichtig, sondern strahle auch über den regionalen Aspekt hinaus.
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