Kontroverse über Gerätehaus

Hilchenbach..  Nicht nur die Mittel für die Erneuerung der Dorfmitte in Grund sorgen am Mittwoch im Bauausschuss für Unmut. Auch über die Erweiterung des dortigen Feuerwehrgerätehauses entwickelte sich eine Kontroverse zwischen Ortsvorsteher Martin Born, diesmal unterstützt vom FDP-Vertreter Christoph Rothenberger, und dem Rest des Ausschusses.

110 000 Euro waren für 2015 angemeldet, aber letztlich nicht eingestellt worden. Das allein wurde von Rothenberger bereits kritisiert. Zudem äußerten er und Born deutliches Unverständnis, dass eine Maßnahme, die 2011 einmal mit 45 000 Euro veranschlagt worden sei, plötzlich eine solche Höhe erreiche. Immerhin koste auch die neue Brücke an der Gerichtswiese 118 000 Euro, verglich Martin Born.

„Nicht mal eine Dusche“

Beide sahen es als wichtige Anerkennung für die Grunder Feuerwehr, dieser das Geld auch zu genehmigen. Immerhin gehe es um einen vergleichsweise kleinen Anbau, in dem „nicht mal eine Dusche“ geplant sei. Und: Für andere Ortsteile seien auch immer Mittel vorhanden.

Er verwehre sich gegen den anklingenden Vorwurf, die Politik erkenne die wichtige Arbeit der Feuerwehr nicht an, machte der Ausschussvorsitzende André Jung deutlich, während sein Parteifreund Arne Buch von Populismus sprach, wenn hier plötzlich Stadtteile gegeneinander ausgespielt würden. Rat und Ausschuss müssten die Gesamtsituation vor dem Hintergrund knapper Mittel im Auge haben, brauchten sich aber nicht den Vorwurf gefallen zu lassen, die Wehr zu vernachlässigen. Es müsse in enger Abstimmung mit dem Stadtbrandmeister geschaut werden, was benötigt werde. Alle Beteiligten sollten sehr wohl wissen, dass die ursprünglichen 45 000 Euro für eine kleinere Variante eingesetzt worden seien, die nach einer Besichtigung verworfen wurde. Wenn schon gebaut werde, „dann richtig und nachhaltig.“

Erneute Besichtigung in diesem Jahr

Stadtbrandmeister Harald Stecher bestätigte von der Zuschauerbank aus die grundsätzliche Zufriedenheit mit den Entscheidungen. Es müsse allerdings etwas mit den Gerätehäusern geschehen, wobei Grund dabei nicht an der Spitze seiner Liste stehe. Aber: „Es ist ein Problem, das kommt“, warnte Stecher und verwies auf andere Kommunen, wo ein Großteil der Gerätehäuser aus versicherungstechnischen Gründen habe geschlossen werden müssen. Letztlich einigte sich der Ausschuss auf eine erneute Besichtigung der Häuser in diesem Jahr. Daraus müssten sich neue Beratungen ergeben.