Klimaschutz als Chance der Region

Umweltminister Remmel bei seinem Vortrag zum Thema „Regionale Chancen durch Klimachutz".
Umweltminister Remmel bei seinem Vortrag zum Thema „Regionale Chancen durch Klimachutz".
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Landes-Umweltminister Johannes Remmel betonte bei seinem Besuch in Siegen am Montag die Rolle Südwestfalens als starke Industrieregion im Grünen.

Siegen..  In seinem Vortrag sprach er über regionale Chancen im Zuge des Klimaschutzes. Dazu eingeladen hatte die „Zukunftsinitiative Wirtschaft Siegen-Wittgenstein 2025“.

Sein Grußwort beginnt Landrat Andreas Müller mit einem Zitat von Al Gore, dem ehemaligen Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten unter Bill Clinton: „Wenn wir keinen Planeten mehr haben, geht es der Wirtschaft nicht gut“. Man müsse Klimaschutz nicht als Bedrohung, sondern als Chance erkennen. Dann übergibt er das Wort an Umweltminister Remmel.

„2015 ist ein großes Jahr für den Klimaschutz“, beginnt der mit Blick auf die UN-Klimakonferenz in Paris. Wenn dieser im industriellen Kernland Nordrhein-Westfalens nicht funktioniere, dann auch nicht auf nationaler oder gar europäischer Ebene. Gerade das Siegerland biete gute Wachstumsbedingungen für eine industrielle Zukunft.

Potenziale erkennen und entwickeln

Um die Erderwärmung bis zum Jahr 2050 auf maximal 2 Grad Celsius zu begrenzen, sei eine industrielle ökologische Revolution notwendig. „Das geht nur mit technologischen Anstrengungen in vielen Bereichen“, so der Minister. „Es wird stattfinden, sonst können wir es nicht schaffen.“ Wichtig sei, das als Chance zu begreifen, die Lösungen dafür hier zu finden. „Da ist ein Zug unterwegs, da muss man mitmachen, sonst kommt man vielleicht zu spät“, betont Remmel.

Wie werden wir Energie in Zukunft produzieren und liefern? Wie können wir Energie sparen? Die Fragen der Zukunft drehen sich um Strom- sowie Energieumwandlung oder auch Mobilität. Netze, Speicher und Speichertechnologien seien wichtig, besonders der Wärmesektor dabei interessant. „Eigentlich müssen wir drei bis fünf Milliarden in den nächsten fünf Jahren in die Energieinfrastruktur investieren.“ Doch ohne Revolutionäre keine Revolution. Fachkräfte seien wichtig, daher dürften Investitionen in die Ausbildung nicht zu kurz kommen.

Nach seinem Vortrag stellte sich der Minister den Fragen des Publikums. Abschließend fanden sich alle Anwesenden in zwei Arbeitsgruppen zusammen und sprachen darüber, wie Energieeffizienz an Unternehmen herangetragen werden kann und wie diese neue Produkte in Hinblick auf den Klimawandel entwickeln können.

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