Kleine Bauarbeiter langen zu

Abrissparty im Würgendorfer Kindergarten

Startschuss zum Neubau fällt in Kürze

Bevor etwas Neues gebaut werden kann, muss das Alte erst einmal weichen. So verhält es sich auch mit dem Würgendorfer Kindergarten, der an Ort und Stelle wieder neu errichtet werden soll. Mit einer Abrissparty der Kindergartenkinder und den Erzieherinnen wurde schon fleißig am Abbruch des bisherigen Gebäudes gearbeitet, bevor nun in Kürze ein großer Bagger sein Übriges leistet. Ausgestattet mit Hämmern, Handschuhen, Schutzbrillen, Sicherheitshelm und Blaumann legten die rund 40 Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren fleißig Hand an, um die Fassade abzurechen. „Die Klinkersteine hatten keine Chance“, so Einrichtungsleiterin Anja Brado.

Sie hatte zusammen mit ihren Kolleginnen schon zahlreiche Kisten und Koffer mit Spielzeug, Büchern und Puppen gepackt, die vorübergehend in die Räume der Evangelischen Gemeinschaft in Würgendorf umgezogen sind. „Bis zur Eröffnung des Neubaus Ende des Jahres tobt dort die Rasselbande in entsprechend hergerichteten Räumen“, so Brado.

Dann soll es wieder zurückgehen in ein nagelneues Gebäude. Der Kindergarten wird weiterhin 2 Gruppen beherbergen. „Der Neubau wird natürlich nach neuesten Betreuungsaspekten geplant“, erläutert Burbachs Bürgermeister Christoph Ewers. „Neben den Gruppenräumen entstehen Ruheräume für die Kinder, Sanitärbereiche und ein Büro für die Kindergartenleitung.“

Träger der Kindertageseinrichtung ist der Ev. Kirchenkreis Siegen. Verwaltungsleiter Oliver Berg macht deutlich, warum ein Neubau notwendig ist: „Der Bedarf sowohl nach U3- wie Ü3-Plätzen steigt weiterhin an. Wir können mit dem neuen Gebäude insgesamt 45 Plätze zur Verfügung stellen. Darüber hinaus war der Neubau wirtschaftlicher als eine Sanierung und ein Anbau an das bestehende Gebäude, deshalb haben wir uns zusammen mit der Gemeinde zum diesem Schritt entschlossen.“

Bauausführend ist die Firma Quast. Sie errichtet das Gebäude und vermietet es anschließend an den Kirchenkreis. „Das ist für uns eine gute Alternative“, so Oliver Berg. „Damit bleibt auch die technische Instandsetzung gewährleistet.“ Das Grundstück stellt die Gemeinde Burbach über einen Erbpachtvertrag zur Verfügung.

Bis Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Anja Brado freut sich schon auf die neuen Möglichkeiten. „Es ist immer etwas anderes, in einem neuen Gebäude zu arbeiten.“