Kindergarten wieder zu Hause

26 Jahre lang hat Gertrud Stinner den Walpersdorfer Kindergarten St. Sebastian geleitet. Kinder, Kollegen und Dechant Werner Wegener (2. von links)  verabschiedeten sie während eines Familiengottesdienstes.
26 Jahre lang hat Gertrud Stinner den Walpersdorfer Kindergarten St. Sebastian geleitet. Kinder, Kollegen und Dechant Werner Wegener (2. von links) verabschiedeten sie während eines Familiengottesdienstes.
Foto: wp
Was wir bereits wissen
Mit einem Tag der offenen Tür hat der St. Sebastian-Kindergarten Walpersdorf die Rückkehr in seine renovierten Räume gefeiert.

Netphen..  Bei Kaffee und Kuchen erlebten die Gäste einen bunten Nachmittag. Dank der tatkräftigen Hilfe der Eltern gab es für die Kinder eine Bastelecke, Kinderschminken, viele Spiele und ein Glücksrad. „Unsere Eltern sind einfach klasse, sie haben uns heute sehr geholfen“, sagte Elke Decker-Ley, seit 26 Jahren Erzieherin in der Einrichtung.

Stolz führten sie und ihr Kollege Thomas Birkner die Gäste durch die neuen Räume. Sämtliche Wände wurden aufgearbeitet, der große Gruppenraum hat einen Schallschutz bekommen, die sanitären Anlagen sind neu, und für die Kinder wurde eine neue, echte Puppenecken-Küche eingerichtet. „Die Zeit der Renovierung war sehr anstrengend – wir mussten in jenen Monaten in das örtliche Pfarrheim umziehen“, erinnert sich Elke Decker-Ley.

Der Familiengottesdienst war der krönende Abschluss des Tages. Während die neue Leiterin Tamara Schmidt leider nicht dabei sein konnte, reisten für den Träger, die KITS gem. GmbH Siegerland-Südsauerland, Christina Hürtgen und Thomas Schneider an, um beim Abschied von Gertrud Stinner dabei zu sein, die den Kindergarten 26 Jahre lang geleitet hat. Zwei besondere Überraschungen gab es für Gertrud Stinner gegen Ende der Feier: Die Eltern überreichten ihr eine kleine Gartenbank mit integriertem Blumenkasten und eingravierten Abschiedsworten. Auch vom Erzieher-Team und den Kindern gab es ein spezielles Geschenk: Für jede ihrer besonderen Eigenschaften hefteten sie ein Symbol an eine große weiße Kerze, die dann von Dechant Werner Wegener – ebenso wie das Kindergarten-Kreuz – gesegnet wurde.

Kindergarten im Freizeitpark

Das Kindergarten-Umbauprogramm geht weiter. 19 Positionen stark ist die Dringlichkeitsliste, die dem Jugendhilfeausschuss des Kreistags zu seiner Sitzung am Dienstag, 2. Juni, 17 Uhr im Kreishaus vorliegt .

Noch in keinem Papier taucht der Plan für den Kindergarten auf, der die Lücke im Betreuungsangebot der Stadtteile Netphen und Dreis-Tiefenbach schließen soll. Ursprünglich war der Bau der Zwei-Gruppen-Einrichtung in der Trägerschaft von KITS auf dem Dreis-Tiefenbacher Bahnhofsgelände geplant gewesen, das sich dann aber wegen einer Bodenbelastung als ungeeignet herausstellte. Überlegungen, stattdessen die Kita Brauersdorf und Eckmannshausen zu erweitern, wurden verworfen. Mittlerweile ist die Standortsuche nach Informationen dieser Zeitung im Freizeitpark angekommen: Dort wäre im Bereich der brachliegenden Kartbahn Platz für einen Neubau — und dann immer noch genug Reserve für das (Übernachtungs-)Hüttendorf, das die Freizeitpark Obernautal GmbH (FON) bisher im Bereich des Freizeitbads geplant hat. Die neuen Möglichkeiten ergeben sich, weil FON in den nächsten Jahren die Sportpark Siegerland GmbH als Betreiberin der Einrichtungen rund ums Eisstadion ablösen soll. Als Trägerin des neuen Kindergartens, der von der Nachbarschaft zu Bad, Sport- und Reitanlagen profitieren soll, ist die AWO im Gespräch.

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