Kein Sonderforschungsbereich an Uni Siegen

Siegen..  Die Universität Siegen verfügt aktuell über keinen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Sonderforschungsbereich (SFB). Das Land Nordrhein-Westfalen liegt bundesweit mit 50 SFB auf Platz 1 – vor Baden-Württemberg mit 38 und Bayern mit 35 Projekten. NRW-Spitzenreiter ist die Universität Bonn mit acht SFB, gefolgt von Aachen, Köln und Münster mit jeweils sieben. Allerdings: Die Uni Siegen ist im Vergleich zu diesen Standorten auch deutlich kleiner.

Weitere Anträge in Arbeit

„Der Antrag für einen Sonderforschungsbereich ,Medien der Kooperation’ ist in Arbeit“, erläutert Uni-Sprecherin Katja Knoche im Gespräch mit dieser Zeitung. Zwei weitere Anträge aus den Bereichen Sensorik und Physik seien in Arbeit.

Im Jahr 2010 lief der Siegener SFB „Medienumbrüche“ aus. Danach hätten sich die Medienwissenschaften neu orientiert. Das Bewerbungsverfahren ist mehrstufig. Den Vorantrag für „Medien der Kooperation“ hatte die DFG positiv bewertet. Im November sei die Aufforderung gekommen, einen Vollantrag zu stellen, so Knoche. Wie die Entscheidung ausfällt, ist offen. Für Herbst ist eine Begehung vorgesehen.

„In den Sonderforschungsbereichen arbeiten Forscherinnen und Forscher fachübergreifend in ausgewählten Bereichen der Grundlagenforschung“, heißt es in einer Mitteilung des nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministerium. Diese Arbeit wird von der DFG mit einer maximalen Dauer von zwölf Jahren gefördert. Bundesweit werden derzeit 240 Vorhaben von der DFG finanziert.