Kein Schlupfloch für Falschfahrer
02.11.2011 | 18:10 Uhr 2011-11-02T18:10:00+0100
Kreuztal-Buschhütten.Die Unterbrechung in der Verkehrsinsel auf der Bottenbacher Straße hat die „Geisterfahrt“ möglich gemacht, die am Freitagabend einen 30-Jährigen das Leben gekostet hat.
Gestern hat der Landesbetrieb Straßenbau beim Ortstermin mit Polizei und städtischer Verkehrsbehörde die Sofortmaßnahme dargestellt: Der Fahrbahnteiler wird „dicht“ gemacht; damit die schweren Winterdienstfahrzeuge weiterhin dort wenden können, wird der Bord für die aus Richtung Kreuztal kommenden Lkw überfahrbar gestaltet. Dass die Linksabbiegespur aus Richtung Siegener Straße auf die HTS in Richtung Kreuztal zu lang sei, darauf hätten nach dem Unfall auch Bürger aufmerksam gemacht, berichtet Eberhard Zimmerschied, Abteilung Betrieb und Verkehr beim Landesbetrieb. Eine Erklärung dafür, warum der 75-jährige Falschfahrer dann aber wiederholte Einfahrtverbote und entgegengesetzte Richtungspfeile ignorierte, haben auch Polizeihauptkommissar Siegmar Kiepke und Ordnungsamtsleiterin Andrea Neumann nicht. „Er hatte jede Menge Hinweise, dass er falsch unterwegs ist“, sagt Zimmerschied, „wäre er wenigstens stehen geblieben und hätte das Warnblicklicht eingeschaltet, hätte es nicht solche schwer wiegenden Folgen gehabt.“ So kam es nach 1,4 Kilometern zur Kollision in voller Fahrt. Vernommen werden konnte der schwer verletzte Unfallverursacher, der gestern die Intensivstation verlassen hat, bisher nicht.
Abbau der Lampen
hat keinen Einfluss
Dass die längst abgeschaltete und gerade endgültig abgebaute Beleuchtung auf der Stadtautobahn eine Rolle spielt, weist Eberhard Zimmerschied zurück: „Das hat mit der Unfallsituation absolut nichts zu tun.“ Abgesehen davon: Das Kreuztaler Teilstück war nie mit Lampen ausgestattet gewesen. Und die Beleuchtung der Bottenbacher Straße, wo der Falschfahrer seinen verhängnisvollen Fehler beging, ist unverändert in Betrieb geblieben.
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