Kein Personal für weitere E-Fahrräder?

Freudenberg..  Nicht alle Vorschläge der Privatwirtschaft stoßen derzeit in Freudenberg auf positive Resonanz: Die Stadt will ein Angebot des Energieversorgers RWE zur Nutzung von E-Bikes davon abhängig machen, ob dafür Personalkapazitäten zur Verfügung stehen. Darüber berät zunächst der Ausschuss für Schule, Familie, Sport und Soziales in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 14. April, ab 17.30 Uhr im Rathaus.

Auch das Angebot zur Verleihung eines Klimaschutzpreises, das ebenfalls von RWE unterbreitet wurde, ist fraglich. Darüber spricht der Umweltausschuss in seiner Sitzung am Dienstag, 21. April, ab 17.30 Uhr im Feuerwehrhaus Oberholzklau. Die Bedenken richten sich gegen den zeitlichen Aufwand, der mangels Personal ebenfalls schwer zu leisten wäre.

Seit mehreren Jahren stehen im Rathaus schon vier Räder mit Elek-troantrieb bereit, die von Bürgern genutzt werden können und sich einiger Nachfrage erfreuen. Das Bürgeramt teilt die E-Bikes zu.

Kämmerer verweist auf HSK

Jetzt könnten auf Antrag der Kommune bis zum 27. Oktober insgesamt zehn weiterer solcher motorgetriebener Fahrräder vom RWE zeitweise zur kostenfreien Nutzung für jeweils mehrere Wochen überlassen werden. Zielgruppe sollen alle Bürger Freudenbergs und insbesondere Jugendgruppen sein – etwa Gäste aus der Partnerstadt Mór.

Allerdings sieht Kämmerer Schrader Probleme bei der Organisation, weil mit dem Haushaltssicherungskonzept (HSK) eher Personalressourcen in der Stadtverwaltung eingespart werden soll. Über das Angebot, das RWE zeitgleich vielen Kommunen unterbreitet hat, werden neben dem Schulausschuss auch weitere Gremien beraten.

Denn der Kämmerer macht geltend, dass bei zusätzlichem Personalaufwand, der durch die Bereitstellung der umweltfreundlichen Fahrräder notwendig wird, möglicherweise „andere Aufgaben“ zurückgestellt werden müssten. Ähnliche Argumente gelten aus Sicht der Verwaltung auch für den Klimaschutzpreis, der zuletzt 2013 vergeben wurde.