Jede Menge Platz für die Kleinen

63 Kinder, 18 von ihnen sind unter drei Jahre alt: Ein Wasserschaden sorgte dafür, dass die Kleinen ihre neue Kita erst später bezogen
63 Kinder, 18 von ihnen sind unter drei Jahre alt: Ein Wasserschaden sorgte dafür, dass die Kleinen ihre neue Kita erst später bezogen
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Betreuungsquote im U3-Bereich bei fast 50 Prozent. Neue Kita auf dem Giersberg eröffnet

Siegen..  Kinder finden ihren Platz: Die Betreuungsquote bei Kleinen unter drei Jahren gehe „stark auf die 50-Prozent-Versorgung zu“, sagte am Freitag die zuständige Beigeordnete Babette Bammmann. Bei der Vorstellung des Tagestättenbedarfsplans Anfang des Jahres war noch die Rede von gut 45 Prozent.

Seit 2008 habe die Stadt rund 3,2 Millionen Euro in den U3-Bau investiert, betonte Bürgermeister Steffen Mues ebenfalls am Freitag anlässlich der offiziellen Eröffnung der Kita Himmelszelt auf dem Giersberg. Im laufenden Kita-Jahr gebe es insgesamt 3231 Plätze, davon 709 in der U3-Betreuung. Im Kindergartenjahr 2015/2016 werden in Siegen 764 Plätze für Kinder unter drei Jahren in Tageseinrichtungen vorgehalten, dazu kämen 200 Plätze in der Tagespflege.

1,8 Millionen Euro teuer

Mit 18 U3-Plätzen ist die Einrichtung in der Leineweberstraße eine von mehr als 60 Kitas in der Stadt. Sie bietet drei Gruppen für rund 63 Kinder.

Wild laufen die Kleinen am Freitag durch die Räume, rufen nach ihren Müttern und spielen zwischen den Stuhlreihen in der Turnhalle.

Schon im Oktober sollte die Kindertagesstätte Himmelszelt in das neue Gebäude in der Leineweberstraße einziehen. Ein Wasserschaden sorgte für eine Verzögerung, doch seit dem 23. März spielen die Kinder mit ihren Erzieherinnen auf 775 Quadratmetern Nutzfläche. Rund 1,8 Millionen Euro wurden in das Projekt investiert. Zuvor war die Kita in den Räumen der Evangelischen Freikirchlichen Gemeinde Weststraße für zwei Gruppen in Betrieb genommen worden, bevor es im März an den Umzug ging.

Streik derzeit kein Thema

In den neuen Räumen gibt es lichtdurchflutete Flure und eine Fußbodenheizung. Das Außengelände ist mehr als 1000 Quadratmeter groß. Martin Beckord, Vorstand des Trägervereins Hilfe zum Leben, schaut zuversichtlich in die Zukunft. Die Streiks der Beschäftigten in den kommunalen Kitas beobachtet er, glaubt aber nicht, dass es auf dem Giersberg irgendwann zum Arbeitskampf kommen würde: „Der Streik ist für unsere Tarifgebung kein Thema.“

Wird ein neuer Tarif beschlossen, so werden die Mitarbeiter, laut Beckord, auch nach diesem bezahlt. „Für einen in großen Teilen ehrenamtlichen Verein ist das natürlich problematisch zu stemmen. Da muss man sich schon fragen, wo man einsparen kann“, gibt er zu, verspricht aber gleichzeitig, dass es keine Einsparungen in Sachen Personalkosten geben werde.

Folgen Sie uns auch auf Facebook.