Jamaika will Landesgartenschau nach Siegen holen

Der Ratssaal im Rathaus Geisweid, wo neben dem Stadtrat auch Ausschüsse tagen.
Der Ratssaal im Rathaus Geisweid, wo neben dem Stadtrat auch Ausschüsse tagen.
Foto: Hendrik Schulz
Was wir bereits wissen
Die Jamaika-Koalition möchte die Landesgartenschau nach Siegen holen. Für die Schau 2023 sehen die Koalitionäre gute Chanchen.

Siegen..  Das sagten Rüdiger Heupel (CDU), Michael Groß (Grüne) und Klaus Volker Walter (FDP) am Rande eines Pressegesprächs, auf dem sie das erste Jahr schwarz-grün-gelbe Koalition bilanzierten. Die Fraktionschefs wollen Grundzüge für ein Konzept erarbeiten und die Verwaltung nach der Sommerpause beauftragen, die Bewerbung zu erstellen. Angestrebt wird, die Schau 2023 zu holen.

„Es gibt Anzeichen, dass wir gute Chancen hätten“, sagte Heupel. In Südwestfalen sei noch nie eine Gartenschau ausgerichtet worden. Außerdem habe sich Siegen mit dem NRW-Tag und dem Landesturnfest als Ausrichter von Großveranstaltungen profiliert sowie mit Siegen – Zu neuen Ufern ein NRW-weit beachtetes Projekt ins Leben gerufen. Die Antragsstellung muss bis März 2018 erfolgen.

Wenn 2018 über die Vergabe entschieden wird, würde Jamaika auf vier Jahre zurück blicken, sofern die Koalition hält. Die Fraktionschefs strahlten gestern Zuversicht aus, dass die Arbeit bis ans Ende der Wahlperiode fortgesetzt wird. „Wir reden vernünftig miteinander, diskutieren Dinge aus und tragen es in die Fraktionen“, sagte Walter. Eine Koalition sei die Suche nach Konsens, so Heupel. Darüber seien sich die Partner seit Beginn klar gewesen. Der Begriff „Koalition der Möglichkeiten“ sei bewusst gewählt worden. „Ich finde, für ein Jahr ist das viel, was wir erreicht haben“, so Groß.

Den größten Brocken, den die Koalition auf der Erfolgsseite für sich verbucht, liegt in der Schulpolitik. Es sei mit Bildung von Schulverbünden gelungen, fast alle Grundschulen zu erhalten. „Es gab Proteste“, so Heupel. Seit der Einführung seien diese verstummt. Mit der Zusammenlegung von Realschule Am Hengsberg und Gymnasium Auf der Morgenröthe sowie der Erweiterung der Gesamtschule Eiserfeld sei im Süden eine „Sicherung des Schulstandorts Eiserfeld“ geglückt. Den Beschluss, in Geisweid eine dritte Gesamtschule zu etablieren, schreibt sich die Koalition auch auf die Habenseite.

„Alles tun, um Bäder zu erhalten“

Viele Prozesse seien indes erst angeschoben. Zwar habe die Koalition die beginnende Diskussion über eine Schließung des Löhrtorbads durch die Bildung einer Arbeitsgruppe aus Verwaltung und Vereinen zunächst verhindert. Das Ergebnis werde nach der Sommerpause bewertet. „Ob es auskömmlich ist, werden wir dann sehen. Als Koalition werden wir alles tun, um Bäder zu erhalten“, so Heupel.

Das Radverkehrskonzept, das die Koalition in Auftrag gegeben habe, Verkehrsentlastung in der Innenstadt (die Verwaltung soll prüfen, inwieweit mehr Autos über die HTS geleitet werden können) oder der Auftrag, das Parkraumbewirtschaftungskonzept zu überarbeiten, um Autofahrer gezielter in die Parkhäuser zu lotsen und so weniger Suchverkehr in der City zu erreichen, seien Themen, die angeschoben, aber noch nicht abgeschlossen seien.

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