Ortsmitte Eiserfeld”:
Investoren drohen mit Rückzug
09.02.2010 | 19:00 Uhr 2010-02-09T19:00:00+0100
Siegen-Eiserfeld. Zwei Ausschüsse, der Bezirksausschuss Eiserfeld und der Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Stadthallen und Liegenschaften, stimmten in ihrer gemeinsamen Sitzung mehrheitlich für die erneute Offenlegung des Bebauungsplanes Ortsmitte Eiserfeld.
Am heutigen Mittwoch steht der Plan auf der Tagesordnung des Stadtrates. Während CDU und FDP der Verwaltungsvorlage zustimmten, machte die SPD ihre Zustimmung von dem Normenkontrollverfahren abhängig, das ein Kläger anstrebt (unsere Zeitung berichtete). Sollte es zu der Klage kommen, sei die SPD für eine Planänderung in Absprache mit den Anwohnern, erklärte Ingmar Schiltz.
Die UWG lehne die Vorlage ab, sagte Egon Sündermann. Der Haushalt habe eine dramatische Entwicklung genommen, der zweite Kreisel belaste den Stadtsäckel mit 700 000 Euro. Sündermann kritisierte die Größe der geplanten Läden, wodurch Leerstände produziert würden.
Friedemann Diehl, Bauaufsicht der Stadt, wies darauf hin, dass die beiden Märkte Aldi und Dornseifer um rund 500 Quadratmeter vergrößert würden. 122 Parkplätze am Aldi- und 111 Stellplätze am Dornseifer-Markt seien vorgesehen.
Mit dem Kläger sei ein Jahr lang vergeblich nach einer Lösung gesucht worden. Die Klage, so Diehl, könne erst nach dem Beschluss des Bebauungsplanes durch den Rat eingereicht werden. Die Frage, ob die Investoren sich zurückziehen würden, wenn sich das Projekt weiter verzögere, beantwortete Bürgermeister Steffen Mues mit „Ja”. -ag
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