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Verschönerung

Initiative will Eiserfeld nach vorne treiben

31.03.2010 | 17:43 Uhr

Siegen-Eiserfeld. Trümmergrundstücke, leere Läden, ungeordnete Bebauung, Zäune und Staus: So präsentiert sich zurzeit der Eiserfelder Ortskern.

Ortsmitte Eiserfeld

Doch das soll sich ändern. Über 150 Bürgerinnen und Bürger kamen ins Gemeindehaus der ev.-ref. Kirchengemeinde an der Eiserntalstraße, um sich über die Zukunftsperspektiven der „Südstadt” zu informieren. Eingeladen hatte die Initiative „Es ist genug! Eiserfeld macht mobil!”

Moderator Walter Linschmann zeigte zunächst Film und Dias vom Ist-Zustand, dann präsentierte er die Wunschvorstellung, den Entwurf eines Architekten vom Eiserfelder Ortskern mit viel Grün in geordneter, anschaulicher Bebauung. „Davon haben wir geträumt”, seufzte Linschmann enttäuscht.

„Da mache ich nicht mit”

Dieser Traum ist nach über 40-jähriger Planung geplatzt. Immer wieder gab es Klagen, Widersprüche, Proteste, die Einstellung „Da mache ich nicht mit” behinderten die Entwicklung im südlichen Stadtteil, musste der Moderator einräumen.

Jetzt soll ein Ruck durch den Ort gehen. „Lassen Sie uns den Weg gemeinsam mit Stadt, Politik und Bürgern gehen”, rief Linschmann unter dem Beifall der Versammlung in den Saal. Stadtbaurat Michael Stojan stieß ins gleiche Horn. Ein tolles Konzept sei am Widerstand der Bürger gescheitert, das sei ein „hausgemachtes Problem” in Eiserfeld. Die Bemühungen, aus dem Ort etwas zu machen, sollten unterstützt werden. Nach jahrzehntelangen Diskussionen solle jetzt Ruhe in die Auseinandersetzung gebracht werden, der Gemeinsinn sollte sich durchsetzen, forderte Stojan.

"Dynamik und Wind unter dem Hintern "

Klaus Vetter, IHK-Präsident und über 60 Jahre lang Bürger der Südstadt, wusste gar von Unternehmerkollegen zu berichten, die sich schämen würden, ihre Besucher nach Eiserfeld einzuladen. Die Einstellung „Von mir gibt es keinen Zentimeter Grund und Boden” führe nicht weiter. IHK-Geschäftsführer Franz J. Mockenhaupt setzte noch eins drauf: Eiserfeld sei in der Rangliste der Siegener Stadtteile das Schlusslicht, der Umsatz sei seit 2001 um 30 Prozent zurück gegangen. Aber Eiserfeld habe auch Potenziale. „Sie brauchen Dynamik und Wind unter dem Hintern”, appellierte Mockenhaupt.

Friedemann Diehl, Leiter der Stadtplanung, sagte, der „Bebauungsplan Ortsmitte Eiserfeld” könne noch vor der Sommerpause vom Stadtrat beschlossen werden. Die Landesmittel für den großen Kreisel seien seit Ende vergangenen Jahres bewilligt, im Haushalt ständen ebenfalls Mittel für den Ausbau bereit. Aldi könne bald mit dem Bau an der Bühlstraße beginnen, danach könne auch Dornseifer bauen.

Georg Maag

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Kommentare
01.04.2010
14:25
Initiative will Eiserfeld nach vorne treiben
von Juppieduuuh | #1

Tja, selber schuld liebe Iserfäller! Wenn sich immer wieder welche querstellen, wird das mit der Verschönerung nix.

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