Initiative für Bürgerbegehren zur Windkraft-Planung

Wilnsdorf. Ärzte, Apotheker und Juristen aus Burbach und Wilnsdorf rufen gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Erhaltet die Kalteiche“ zu einem Bürgerbegehren auf, mit dem durchgesetzt werden soll, dass Windkraft-Vorrangzonen einen Abstand von 2000 Metern zur Wohnbebauung einhalten. Ziel ist, etwa 1700 Unterzeichner für die in Praxen und Apotheken ausliegenden Listen zu gewinnen. Wenn das Begehren von mindestens acht Prozent der Bevölkerung getragen wird, muss der Rat ihm entweder folgen oder einen Bürgerentscheid einleiten.

Gefahren „heruntergespielt“

Die Initiative knüpft an die Unterschriftensammlung Ende 2014 an, als rund 3000 Unterzeichner sich der Forderung anschlossen, mindestens 3000 Meter Abstand zwischen Windrädern und Siedlungsgebiet einzuhalten. „Die Bedenken und die gesammelten Unterschriften waren in der Ratssitzung vom 11. Dezember 2014 für die Ratsmitglieder des Rats der Gemeinde Wilnsdorf kein Hinderungsgrund.“ Es stelle sich die Frage, warum die Ratsmitglieder, die in medizinischen und juristischen Fragen Laien seien, die von Windrädern in Studien nachgewiesenen und von Ärzten mitgeteilten Gesundheitsgefahren herunterspielten.

Gesundheit und Ortsbild schützen

„Sind es finanzielle Vorteile, die der Vielzahl der befangenen Ratsmitglieder, die vor der Abstimmung den Sitzungssaal verlassen mussten, und der Firma Volkswind, der ein großes Gebiet in der angedachten Vorrangzone bereits gehört, durch die Ausweisung von weiteren Vorrangzonen zuteil werden?“, heißt es weiter.

2000 Meter Abstand zur Wohnbebauung seien die Mindestdistanz „zur Vorsorge unserer Gesundheit“, heißt es in dem Aufruf zu dem Bürgerbegehren. „Wir denken auch dabei an die Belange des Tier-, Landschafts- und Naturschutzes. Schließlich sollte damit auch unser Ortsbild und nicht zuletzt der Wert unserer Häuser und Grundstücke geschützt werden.“