Industrie macht mit bei Klimaschutz

Holzhausen..  Auf der 29. Station seiner Zukunftsenergien-Tour hat Umweltminister Johannes Remmel in Begleitung einer Delegation der Energie-Agentur NRW die Salzgitter Mannesmann Precision (SMP) besucht. Das Unternehmen reduziert durch ein Energiesparprojekt in der Rohrbeize seinen jährlichen Energieverbrauch um rund 1,9 Millionen Kilowattstunden – das entspricht einer Senkung um 47 Prozent.

„Salzgitter Mannesmann zeigt: Die Branche macht mit beim Klimaschutz made in NRW“, sagte Minister Remmel. Die SMP stellt in Holzhausen nahtlose Präzisionsstahlrohre vor allem für die Verwendung im Automobilbau her. Die Rohrzieherei besteht unter anderem aus energieintensiven Anlagen zur Wärmebehandlung und Rohroberflächenvorbereitung einschließlich einer Beize. Mit dem Ziel, den Strom- und Gasverbrauch zu senken, wurde 2012 ein Energieeffizienzprojekt angestoßen.

Zulieferer für Autoindustrie

„Als Automobilzulieferer werden wir von unseren Kunden nicht nur aufgefordert, leichtere Produkte zur Reduzierung des Fahrzeuggewichtes herzustellen, sondern auch ersucht, den Umweltschutz zu optimieren“, erklärte Dr. Roland Kiesler, Werksleiter in Holzhausen. „Durch umwelt­orientiertes Handeln wollen wir den Schutz der natürlichen Lebens­grund­lagen gegenüber der Gesellschaft und künftigen Generationen verwirklichen.“

Minister Remmel wies auf die besondere Bedeutung der Branche hin: „Die energieintensive Industrie ist ein wichtiges Standbein der nordrhein-westfälischen Ökonomie. Durch ambitionierten Klimaschutz wird sich daran nichts ändern.“ Das Projekt von Salzgitter Mannesmann zur Effizienzsteigerung in der Produktion sei ein Beleg dafür, „dass wir beim Klimaschutz gemeinsam an einem Strang ziehen“.