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In Vorbereitung ist ein Holz-Energiehof im Industriepark

20.01.2015 | 00:12 Uhr

Wittgenstein. Neuer Geschäftsführer gesucht für den Zweckverband Region Wittgenstein (ZRW) – doch in Erndtebrück haben die Politiker offenbar noch Beratungsbedarf. Die Stelle ist zwar noch nicht ausgeschrieben, Personalkosten für ein halbes Jahr aber im ZRW-Finanzplan für 2015 enthalten – vorsorglich. Ebenfalls verplant: Erlöse aus dem Verkauf einer Fläche, die das RWE schon seit längerem für einen Holzenergiehof im Auge hat.

In Bad Berleburg zum Beispiel steht die politische Entscheidung für eine neue ZRW-Geschäftsführung bereits seit Februar vergangenen Jahres. Basis war damals ein gemeinsamer Vorstoß von CDU und SPD in allen drei Wittgensteiner Kommunen, Organisation und Geschäftsführung des Zweckverbands auf neue Füße zu stellen – schließlich sei die Planungs- und Genehmigungsphase für den Industriepark Wittgenstein bei Schameder inzwischen abgeschlossen. Eigens dafür war der Zweckverband 1997 zunächst gegründet worden.

Die Kooperation mit der DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft aus Wiesbaden, derzeit noch für die Geschäftsführung zuständig, soll aufgekündigt werden.

Erndtebrücker Politik zurückhaltend

Im Erndtebrücker Gemeinderat stand das Thema Geschäftsführer zwar ebenfalls im vergangenen Februar auf der Tagesordnung, landete dann auf Antrag der SPD im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung. Ein Votum dazu gibt es offenbar bis heute nicht. Laut Erndtebrücks Bürgermeister Karl-Ludwig Völkel, derzeit auch ZRW-Verbandsvorsteher, habe seinerzeit bei den beiden großen Parteien noch besagter Informationsbedarf bestanden.

Baurecht gilt, Erschließung läuft

Erndtebrücks CDU-Fraktionschef Heinz-Josef Linten hält den neuen Geschäftsführer für unerlässlich. Voraussetzung: Der Kandidat kommt aus der Region und ist hier gut vernetzt. Wie seinerzeit Matthias Heß: Er war 14 Jahre lang „Tourismus-Chef“ im Bad Berleburger Rathaus und dann ZRW-Geschäftsführer. Heute betreut er für die Erndtebrücker Firma „Berge Bau“ große Immobilien-Projekte. Auf diese Weise zeige Wittgenstein, so Linten, dass man es auch selbst könne – und kein Geld für externe Geschäftsführer-Dienstleistungen wie die von der DSK ausgeben müsse.

Was den geplanten Holzenergiehof angeht, gibt der Zweckverband 2015 weiteres Geld zur Erschließung eines Geländes dafür aus. Es liegt östlich der Grundstücke Am Gäuseberg 1 und 3. Laut ZRW-Finanzplan soll der Holzenergiehof noch in diesem Jahr realisiert werden.

Das Baurecht dafür sei jedenfalls geschaffen, betont Verbandsvorsteher Völkel. Allerdings stünden vertragliche Regelungen zum Projekt noch aus.

Größere Flächen derzeit Mangelware

Generell laufe die Flächen-Vermarktung im Indu-Park übrigens derzeit „gut“, so Völkel. Derzeit habe man Interessenten für weitere rund 14 000 Quadratmeter.

Allerdings könne man trotz Nachfrage derzeit keine zusammenhängenden Flächen zwischen 10 000 und 20 000 Quadratmetern anbieten. Das werde sich ändern, so Völkel, wenn die Wittgensteiner Straße am Sportplatz und mehreren unbebauten Grundstücken vorbei in Richtung Schameder verlängert werde – vielleicht schon ab Herbst.

Eberhard Demtröder

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In Vorbereitung ist ein Holz-Energiehof im Industriepark
In Vorbereitung ist ein Holz-Energiehof im Industriepark
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2015-01-20 00:12
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