Im Schattenwald treffen Gebrüder Grimm auf die altnordische Edda

Der Wald ist ein mystischer Ort, vor allem hier oben an der Ginsberger Heide. Und er ist in der Abenddämmerung die Bühne für den Schattenwald. Mit einer Inszenierung aus Märchen- und Sagenelementen um den Wald verzaubert das Theater Anu die Besucher bei einer einstündigen Wanderung durch einen Heiligen Hain. Hier treffen die Gebrüder Grimm auf die altnordische Edda und Georg Büchner. Die Puzzleteile, wie die Märchen von den sieben Raben oder das von der Unke, begegnen Thor, der vom Riesenkönig Udgardloki auf die Probe gestellt wird, und einer Seherin, die vom Weltenbaum Yggdrasil erzählt. Nur mit ihren kleinen Scherenschnittlaternen an der Hand wandern die Zuschauer durch die wundersame Waldwelt und lernen aus Märchen und Sagen etwas über die uralte Verbindung von Mensch und Natur. Eine Verbindung, die der Mensch nach und nach auflöst. Hier kommt Büchners Idee von der Entzauberung der Natur durch Wissenschaft und Industrialisierung ins Spiel. Der Schattenwald soll diese Entzauberung brechen. Wenn Kultur sich mit Natur verbindet, wie an Pfingsten auf dem Giller, kann ein Stück nicht passender gewählt sein. Foto: Lars-Peter Dickel