Im Gedenken an die Opfer
07.05.2008 | 14:00 Uhr 2008-05-07T14:00:00+0200Siegen. (wp) Pünktlich zum heutigen 63. ...
... Jahrestag der Befreiung vom Faschismus haben Mitglieder des VEB und der VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein kürzlich das Ehrenmal für die in Siegen während des Nationalsozialismus ermordeten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter auf dem Hermelsbacher Friedhof in Schuss gebracht. Im Laufe der Jahre hatten mineralische Ablagerungen und Algenbewuchs den ansehnlichen Monolithen zunehmend schwarz verfärbt. Nun erstrahlt er wieder in leuchtendem Weiß. Das nötige Reinigungsmittel war vom Grünflächenamt der Stadt Siegen bereitgestellt worden. Greueltaten Bereits am vergangenen Wochenende nahmen erneut rund 40 Menschen an gleicher Stelle an der alljährlichen Gedenkfeier der VVN-BdA für die Opfer des deutschen Faschismus teil. Die Gedenkansprache hielt in diesem Jahr der Bundessprecher der Vereinigung, Ulrich Sander. Er erinnerte besonders an die Verbrechen der Nazis in der Kriegsendphase.
Blumen Erst kürzlich hat Ulrich Sander unter dem Titel "Mörderisches Finale" ein Buch zu diesem Thema veröffentlicht. In diesem listet er auch Greueltaten aus dem Siegerland auf. Sander unterstrich, dass kein Opfer vergessen werden dürfe, ebenso aber auch die Täter weiterhin zur Rechenschaft gezogen werden müssten.
Am Ehrenmal und am Grabe Walter Krämers wurden Blumen niedergelegt. Tina Groos von der Kreisvereinigung der VVN-BdA spielte zu Ehren des in Buchenwald ermordeten Siegeners den Titel "Unsterbliche Opfer" auf dem Fagott. Anschließend traf man sich zu Kaffee und Kuchen im Café des VEB.
Bei der Arbeit: Das Ehrenmal für die in Siegen ermordeten Zwangsarbeiter wurde vom VVN-BdA gereinigt.
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